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24. Tür Baustellenadventskalender 2009

24. Dezember 2009 Ute

Die letzten Baustellentage brachen an, der 14. Monat und die 58. Woche waren nötig, um wirklich fertig zu werden. Heute bei der 24. und letzten Tür des Baustellenadventskalenders 2009 erzähle ich von den letzten beiden Wochen vor der Einweihungsparty am 3. Oktober.

  • Rüdi & Nachbarn Einweihungsparty 3.10.
  • Familie und andere Gäste Einweihungsparty
  • Einweihungsparty mit Familienbesuch
  • Lara und Ute : Einweihungsparty
  • Oliver, Uli und Rüdi : Einweihungsparty
  • Oliver und Roland : Einweihungsparty

Rüdiger war im September überwiegend in Konstanz und so hatte ich den Vorteil nicht bei allem was vier Hände braucht auf Roland warten zu müssen. 😉 Diese letzte Zeit war ein weiteres Mal fast ohne Pausen, mit wenig Schlaf und vielen Stunden vor allem nach-Baustellenarbeiten. In den letzten Tagen reduzierte ich nochmal meine eigentlich Arbeit am Rechner und steckte jede freie Minute ins Fertigstellen der Wohnung.

Bis hierhin war das alles ganz in Ordnung, doch dann war klar Roland wäre genau in der Woche direkt vor der Einweihungsparty noch einmal eine Woche in England. Rüdiger hatte sich schon vor einiger Zeit das Auto reserviert, weil er in dieser Woche nach Bremen wollte. Meine Begeisterung war riesig, als mir klar wurde, dass nur das fertig werden würde, was ich in dieser letzten Woche selbst tun könnte. Sobald ich wusste, dass ich weder Hilfe noch ein Fahrzeug hätte in dieser letzten Woche, plante ich genau und besorgte alles, was sich nicht mit Motorrad würde machen lassen. Für das letzte Wochenende davor war die Liste der Tätigkeiten lang, denn alles was ich nicht allein machen könnte oder wofür es ein Fahrzeug bräuchte musste ja fertig sein.

Wenn der Zeitplan extrem eng ist, wenn es keine Chance gibt noch irgendwas zu verschieben, dann geht natürlich auch noch einiges schief. Murphy lässt grüßen. 😉 Ein großes Loch mitten in der Küche in Augenhöhe war so etwas was ich keinesfalls wollte, es war auch nicht Bauknecht zu verdanken, dass ich das unterm Strich doch nicht hatte.

Alles was ich an Farben und Lacken benutzt hatte, hatte ich im Fachhandel beim Malereinkauf besorgt. Ich achtete darauf immer nur korrekt und identisch gemischte Farben zu verwenden, damit auch späteres Ausbessern jederzeit möglich wäre. Am Mittwoch machte ich nochmal eine Runde mit Pinsel und kleiner Walze und korrigierte alle Stellen an Decken und Wänden, die noch nicht perfekt waren. Teils hatte die Farbe noch nicht vollständig gedeckt, teils war beim Möbeln was schief gegangen, einige Stellen hatte ich nachgipsen müssen. Bei allen weißen Wänden und den blauen Wänden in meinem Zimmer klappte das so perfekt wie erwartet.

Doch im oberen Stockwerk ging es schief. Der Blauton ist beim Streichen sehr viel dunkler als im trockenen Zustand insofern fiel mir zunächst nichts auf, als ich ausbesserte. Erst als nach zwei, drei Stunden alle ausgebesserten Stellen immernoch sehr viel dunkler waren wurde ich misstrauisch. Dieser Mittwoch war insgesamt nicht mein Tag, der Fernseher wollte nur noch mit Standbild statt mit bewegten Bildern, die Gespräche mit Bauknecht liefen so daneben wie befürchtet, meine Lieblingstasse fiel runter und zerbrach in unzählige Scherben… Ich ging ausnahmsweise mal relativ früh ins Bett, denn egal was ich anfasste ging schief.

Der Donnerstag war an sich schon besser, nur an den Flecken auf den blauen Wänden hatte sich leider nichts getan. Ich bin ja schon recht mutig im Umgang mit Farbe und meist auch nicht ganz ungeschickt, doch die Idee vier Wände voll eingerichteter Räume nochmal in blau streichen zu müssen, die war nicht gerade was ich für diesen Vormittag geplant hatte. Aber wie auf dem Bild gestern zu sehen ist, ich hatte keine Wahl. Die Flecken war so stark ich konnte das nicht lassen. Also holte ich mir frisch gewaschene Abdecktücher, rückte Möbel und versuchte so konzentriert wie möglich den Job gleich morgens nach dem ersten Kaffee hinter mich zu bringen. Entgegen meiner Befürchtungen klappte das problemlos, ich warf keinen Eimer um, weder Sofa noch sonstiges bekam irgendwelche Spuren ab und schon als ich mit der letzten Wand fertig war, wurde klar, dass es jetzt in Ordnung war.
Glücklicherweise brauche ich zum Pinseln mein Hirn nicht, so konnte ich nebenbei meine restliche Planung durchgehen, und sehen, wo ich die verlorene Zeit wieder reinholen könnte. Für Vorhänge hatte ich etwas Luft einkalkuliert, da ich noch nicht ganz klar hatte was ich wollte. Inzwischen war die Wohnung jedoch soweit fertig, dass ich darüber nebenbei schon nachdenken konnte und nur nochmal kurz prüfen musste, ob es wie geplant passt.

Der Tag war nochmal sehr lang, denn am Freitag wollte ich nicht mehr viel anderes als die direkte Partyvorbereitung – wie einkaufen mit Rüdi – machen. Zugunsten einiger Dekoideen, die mir noch wichtig waren, strich ich den Kuchen, den ich ursprünglich hatte machen wollen, es würde auch so klappen… Jetzt am Ende wurde es trotz dieser immens langen Zeit doch noch eng, doch es klappte alles. :)

Nach Baustelle und Ausnahmezustand über:

  • 9720 Stunden
  • 405 Tage
  • 58 Wochen
  • 14 Monate

hatten wir es geschafft, wir waren fertig! :)
Die Party als Abschluss war klasse und meine Idee von 11 bis 21 Uhr den Menschen freizustellen, wann sie kommen möchten, klappte prima, es war den ganzen Tag etwas los, aber es war nie stressig oder überfüllt.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 24. Dezember 2009 um 17:24 Uhr veröffentlicht und wurde unter baustelle, mit dem Kurzlink
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Eine Reaktion zu “24. Tür Baustellenadventskalender 2009”

  1. […] es Baustelle, Dreck, Baumärkte, immer mal wieder halbe durchgearbeitete Nächte. Bis zur Einweihungsparty wurde es stellenweise nochmal ziemlich eng, doch es klappte […]

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