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Test: wie überzeugend bin ich am Telefon? …und wie wichtig ist mir das?

27. Januar 2009 Ute

…aus der Reihe: immer mal wieder kommt Ute an Tests nicht vorbei… 😉 Dieser ist wieder mal vom manager-magazin.de, meist sind das Tests mit beruflichem Bezug. In diesem Fall gehts um die Überzeugungskraft am Telefon.

Telefonfuchs-Test

Sie sind ein Telefon-Kenner!

Sie haben 46 von 60 möglichen Punkten erreicht.

Eigentlich macht Ihnen Telefonieren Spaß.

So so, na denn. Das stimmt so nicht. Grundsätzlich telefoniere ich nicht gern. Ich ziehe persönlichen Kontakt vor beziehungsweise bei Absprachen bevorzuge ich Mails, SMS und ähnliches. Ganz selten einmal kommt es mit jemand zu einem Telefonat, bei dem ich es mag zu plaudern und auch länger zu telefonieren.

Nur manchmal will es Ihnen nicht recht gelingen – wenn Sie gestresst sind, Ihr Telefonpartner schwierig ist oder Sie selbst nicht gut vorbereitet sind.” Hm, passt auch nicht so recht. Bei wichtigen Telefonaten bin ich immer gut vorbereitet. Schwierige Telefonpartner stören mich kaum, ich kann auch am Telefon deutlich machen was ich will und was nicht.

Versuchen Sie, noch professioneller zu werden, indem Sie Ihren Zuhörer in den Vordergrund stellen.” Bei Gesprächen, die mich interessieren, also nicht wenn irgendjemand mir mal wieder irgendwas verkaufen will, bin ich durchaus in der Lage vor allem zuzuhören.

Wenn Sie an sich arbeiten, werden Sie bald auch schwierige Telefonsituationen spielend meistern.” Nun, ich denke nicht, dass ich viel Nachholbedarf habe. Ich weiß meist sehr genau was ich will und was nicht, deshalb ist es einfach auch merkwürdige Gespräche klar, höflich und freundlich zu führen.  Falls mich jemand ärgern will, kann ich im Zweifel auch in höflicher Form sehr genau recht deutlich machen, dass ich mich nicht ärgern lasse.

Zu einigen der Fragen

Falls ihr den Test noch machen wollt, macht ihn zuerst, nicht vorher hier lesen…

Sie planen ein wichtiges Telefongespräch. Wann ist die beste Zeit dafür?

Ihre Antwort: Am Vormittag zwischen 9 Uhr und 10 Uhr, da hat jeder Zeit.
Beste Antwort: Meine Unterlagen helfen mir, wann welcher Gesprächspartner am besten zu erreichen ist. Danach richte ich mich.

Meine Erfahrung sagt mir, dass sich vormittags am besten jemand erreichen lässt. Im Zweifel lässt sich dann ja noch eine andere Uhrzeit absprechen.

Wie machen Sie nach der Begrüßung weiter?

Ihre Antwort: Ich spreche sofort das Thema an, denn Zeit ist Geld.
Beste Antwort: Kenne ich den Gesprächspartner bereits, richte ich ein paar persönliche Worte an ihn.  Ansonsten stelle ich erstmal kurz mein Unternehmen vor.

Ich fange erst mal mit dem an, was der Grund meines Anrufs ist. Klar, frage ich bei denen, die ich kenne zumindest gegen Ende noch, wie es geht oder ähnliches. Allerdings kann ich es nicht leiden, wenn mich jemand anruft und erstmal zwei, drei Minuten irgendwas erzählt, bevor der Grund des Anrufs klar ist. Da unterbreche ich auch und sage, dass ich keine Zeit habe.

Völlig unvorstellbar ist für mich, irgendwo anzurufen und mein Unternehmen vorzustellen. Ich melde mich in geschäftlichen Gesprächen immer mit “Vorname, Nachname, Unternehmensname, Begrüßung” egal ob ich anrufe, oder angerufen werde. Jedoch die Vorstellung, dass ich erst einmal die Unternehmensgeschichte erzähle, die finde ich absurd. Wenn ich Anrufe dieser Art bekomme, dann hat der/die Anrufer/in bereits nach den ersten drei Sätzen verloren. Ich bin nicht bereit mir ist erstmal eine Geschichte anzuhören, bevor mir jemand sagt, was der Grund des Anrufs ist.

Wie oft sprechen Sie Ihren Telefonpartner mit Namen an?

Ihre Antwort: Ich begrüße ihn mit seinem Namen. Das reicht, denn schließlich steht das Inhaltliche im Vordergrund.
Beste Antwort: Etwa zwei- bis dreimal: zur Begrüßung, zum Abschied und zwischendurch. Bei längeren Gesprächen auch öfter.

Wenn mich in den ersten drei Sätzen bereits zweimal jemand mit Namen anspricht, dann bin ich gewarnt. Telefontraining, Callcenter, Verkäuferschulung oder ähnliches sind für mich ein Grund sofort auf stur zu schalten. Wer glaubt, mit mir könnte man nach solch einem Standard vorgehen beißt auf Granit.  Ich will und kann so nicht telefonieren, deshalb arbeite ich auch nicht in einem Callcenter.

Am Telefon fehlen Gestik und Mimik. Welche Bedeutung hat für Sie die Stimme?

Ihre Antwort: Ich rede ganz einfach so, wie ich das immer tue. Meiner Stimme schenke ich keine besondere Beachtung.
Beste Antwort: Meine Stimme trainiere ich regelmäßig, denn mit einem guten Ton lässt sich unheimlich viel erreichen.

Tja und auch hier, Stimmentraining aus dem Callcenterkurs: “wie verkaufe ich am besten” das ist nicht meins. Noch nie wollte ich im Verkauf arbeiten, schon gar nicht im Callcenter. Ich telefoniere, so wie ich auch sonst spreche…

Unterm Strich

Für mich ist telefonieren einfach ein Teil dessen, was ich tue. Wenn es um _die_ Verkaufsshow geht, bei der nach zwanzig Telefonaten zehnmal etwas verkauft wurde, dann bin ich die Falsche. Das bin ich nicht, weder im direkten noch im telefonischen Kontakt, kann und will ich um jeden Preis etwas an den Mann oder die Frau bringen. Ich möchte überzeugen oder eben nicht. Mir ist es wichtig, dass jemand auch drei Wochen nach einem Gespräch noch derselben Meinung ist, wie während des Gesprächs. Mit dieser Einstellung würde ich als, nach Provision bezahlte, Callcentermitarbeiterin verhungern. In meinem Bereich, in dem es um beratungsintensive Informatikdienstleistungen geht, kann ich mir leisten genau so zu telefonieren, wie ich bin. 😉

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 27. Januar 2009 um 00:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter einfach so, mit dem Kurzlink
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4 Reaktionen zu “Test: wie überzeugend bin ich am Telefon? …und wie wichtig ist mir das?”

  1. Jekylla sagt:

    “Sie sind ein Telefonfuchs!

    Sie haben 52 von 60 möglichen Punkten erreicht.

    Ihnen scheint die Fähigkeit, Menschen mühelos von Ihrem Standpunkt überzeugen zu können, in die Wiege gelegt worden zu sein. Ihr Auftreten ist eloquent und überzeugend, Ihre Wortwahl geschliffen, Ihre Stimmlage angenehm, die Satzmelodie dynamisch. Sie gehen auf Ihren Telefonpartner ein, lassen ihn zu Wort kommen und reagieren nicht beleidigt, wenn dieser sich einmal im Ton vergreift.

    Es mag Ihre Gesprächspartner ärgern, dass Sie auf alle Einwände bestimmt und maßvoll reagieren und stets souverän bleiben, aber dass sollte Sie nicht in Ihrer Verhandlungsführung beeinflussen. Weitaus schlimmer ist die Gefahr, dass Sie sich an Ihren Monologen berauschen, Ihr Ziel aus den Augen verlieren und so den Eindruck vermitteln, als wäre Ihnen die Meinung Ihres Geschäftsfreundes völlig egal. Vermeiden Sie also jede Form von übertriebener Eitelkeit. ”

    :-)

  2. Ute sagt:

    Wow, ich bin beeindruckt! :-)

    Jekylla: Ihnen scheint die Fähigkeit, Menschen mühelos von Ihrem Standpunkt überzeugen zu können, in die Wiege gelegt worden zu sein.

    Das klingt ja toll. Passt aber auch gut zu meinem Eindruck sonst. Freut mich, dass ich auch weiterhin nicht allein Spaß an solchem Spielkram habe. 😉

  3. Jekylla sagt:

    Oh, vielen Dank, das ist ein schönes Kompliment. Und an der drohenden Eitelkeit werde ich arbeiten, jetzt, wo ich gewarnt bin.

    Und für solchen Spielkram bin ich immer wieder zu haben 😉

  4. Ute sagt:

    Jekylla: Und für solchen Spielkram bin ich immer wieder zu haben 😉

    …trotz teils gegensätzlicher Vorsätze… 😉

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