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Wecker, Kaffee und Morgenritual

23. April 2008 Ute

Jochen Mai vom Blog Karriere-Bibel fragt in einer Blogparade nach dem Morgenritual der Leser. Die Parade läuft bereits seit Ende März, die über fünfzig Teilnehmer haben sehr unterschiedliche Vorlieben. In seiner gelungenen Zusammenfassung der Ergebnisse zum Morgenritual beginnt der Autor zunächst mit einer statistischen Kurzauswertung der Gewohnheiten. Im Anschluss stellt er die Beiträge nach Gruppen vor:

  • Kaffeefraktion
  • Feedreader
  • Frühaufsteher
  • Wachduscher
  • Radiowecker
  • Snoozer
  • Außergewöhnlichen
  • Katzenliebhaber

Noch habe ich nicht alle Beiträge gelesen, bin jedoch bereits jetzt erstaunt über die vielen Frühaufsteher…

Tagesbeginn

Mein Tag beginnt, wenn irgend möglich, nicht vor acht Uhr. Mein Mobiltelefon klingelt, ich gehe es suchen, um es auf Pause zu stellen. Nach rund zehn Minuten klingelt es erneut, ich suche es erneut, dieses Mal im Bett, um es wieder auf Pause zu stellen. Wenn ich mehr als fünf Stunden Schlaf hatte, bin ich jetzt wach. Ansonsten klingelt kurz danach, der absichtlich weiter weg stehende Wecker. Nach Nächten mit sehr wenig Schlaf, kann es passieren, dass auch dieser nochmal auf Klingelpause gestellt wird. Meist jedoch stehe ich vorher auf.

Nein, wach bin ich dann noch nicht, häufig passiert es, dass ich gerade auf dem WC bin, wenn der Zweitwecker klingelt, weil ich vergessen habe, ihn auszuschalten. Beim Kaffeemachen – Espressobohnen mahlen, Wasser aufsetzen, die Bodum-Runterdrück-Kaffeekanne zurechtstellen – klingelt es häufig nochmal, weil ich vergessen habe, dem Mobiltelefon beizubringen, dass die Snooze-Phase jetzt vorbei ist.

Wenn alles gut läuft, dann klappt es den gemahlenen Kaffee in die Kanne zu füllen, das gerade nicht mehr kochende Wasser darüber zu gießen, die Milch aus dem Kühlschrank zu holen, die Bodum runterzudrücken, den ersten Becher Kaffee einzuschenken, Milch dazuzugeben und mit dem Kaffeebecher in Richtung Balkon zu wackeln.

Morgendliche Herausforderungen

Hin und wieder geht das schief. Schlecht ist, wenn ich Kaffeebohnen auffüllen muss, oder wenn die Kanne noch nicht vom Vorabend gespült war. Dann kann es zu kleineren Unfällen kommen:

  • das Wasser in die Kaffeekanne, aber den Kaffee vergessen
  • die Milch in die Kanne, statt in den Becher
  • den Wasserkessel vergessen einzuschalten, so dass das Wasser noch kalt ist
  • das Kaffeepulver in den Becher, statt in die Kanne

Wie man daraus erkennen kann, ich bin morgens alles andere als wach. Solange anfangs nichts dazwischen kommt, klappt der Beginn des Tages im Halbschlaf trotzdem ganz gut. Meine Kaffeekanne fasst einen dreiviertel Liter, von dem schwarzen Zeug, von dem meine Jungs behaupten, es gleiche eher Kaffee essen, als Kaffee trinken.

Mein Becherchen und ich kommen also irgendwann auf dem Balkon an, je nach Wetter brauche ich eine Decke um mich rum, oder auch nicht, jedenfalls gehört eine Zigarette zum ersten Kaffee dazu. Im Vorbeigehen habe ich meinen Rechner hochgefahren, mich eingeloggt, alle Programme sind wieder auf dem Stand des Vorabends. Mit dem noch halbvollen Becher gehts dann an den Schreibtisch.

Alltägliches

Mails prüfen, ist immer der Startpunkt. Ein kurzer Blick darauf, ob etwas dringend und sofort zu erledigen ist. Das kommt eher selten vor, da ich den Rechner ja abends selten vor Mitternacht runterfahre und zum Schluss nochmal nach Mails schaue. Dringendes wird möglichst sofort erledigt, ansonsten folgt der Blick in den Kalender und die Aufgaben des Tages. Anschließend werden die restlichen Mails, die schnell zu erledigen sind, abgearbeitet. Alles was mehr Zeit erfordert wird als Aufgabe eingetragen. Je nachdem wie lange ich damit beschäftigt bin, bleibt noch etwas Zeit, um in die Feeds oder die Tagesnachrichten per RSS zu schauen. Irgendwann zwischendurch, hole ich den restlichen Kaffee.

Insgesamt wurschtle ich so eine gute Stunde vor mich hin. Wenn alles sortiert und geplant ist, gibts eine weitere kurze Pause auf dem Balkon, dann gehts ins Bad. So habe ich ein bisschen Zeit und Abstand, damit ich mich auch an stressigen Tagen nicht von den Ereignissen überrollen lasse.

Duschen, kämmen, anziehen und schminken dauert rund eine Viertelstunde, danach gehts entweder wieder an den Schreibtisch, oder in den Laden zu meinen Jungs und schauen, was die so treiben und von mir brauchen.

Morgenritual an freien Tagen

Meist beginnt mein Tag auch, sonntags oder an freien Tagen, in ähnlicher Form, nur etwas später, so ab halbzehn. An freien Tagen lese ich nach den Mails, fast immer die Feeds, außerdem die Mails aus Mailinglisten, dem Usenet und die bei Xing abonnierten Gruppen. Frühstück, gibts auch an freien Tagen frühestens zwei Stunden nach dem Aufstehen, manchmal auch später und direkt in Form von Mittagessen.

So richtig wach und aktiv bin ich jedenfalls normalerweise nicht vor elf Uhr. Dafür ist es sehr selten, dass ich vor ein Uhr im Bett bin, auch Zeiten bis drei, halbvier sind nicht selten.

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 23. April 2008 um 11:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter einfach so, mit dem Kurzlink
http://www.utele.eu/blog/?p=102 abgelegt.

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2 Reaktionen zu “Wecker, Kaffee und Morgenritual”

  1. […] Ute: Mein Tag beginnt, wenn irgend möglich, nicht vor acht Uhr. Mein Mobiltelefon klingelt, ich gehe es suchen, um es auf Pause zu stellen. Nach rund zehn Minuten klingelt es erneut, ich suche es erneut, dieses Mal im Bett, um es wieder auf Pause zu stellen. Wenn ich mehr als fünf Stunden Schlaf hatte, bin ich jetzt wach. Ansonsten klingelt kurz danach, der absichtlich weiter weg stehende Wecker. Nach Nächten mit sehr wenig Schlaf, kann es passieren, dass auch dieser nochmal auf Klingelpause gestellt wird. Meist jedoch stehe ich vorher auf. […]

  2. Ute sagt:

    Inzwischen hat Jochen die Ergebnisse ergänzt, und mein Morgenritual bei “Die Snoozer” einsortiert, passt ja schon 😉

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