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…und nochmal zum Diebstahl bei miradlo

14. Mai 2009 Ute

Ich bin ja nicht so geübt darin, wie das mit ermittelten Dieben so läuft. Mehr zum Diebstahl bei miradlo im Beitrag Neuigkeiten zum Diebstahl bei miradlo.

Zunächst war ich schon verwundert, dass das eine Laptop, was mittels externem Monitor immerhin mit irgendeiner Windows-Raubkopie hochkam, noch alle Daten des wohl letzten Besitzers hatte. Ich hätte angenommen, dass die Polizei das Ding platt macht, bevor sie es zurückgibt.

Auf den Rechner klebten auch noch Zettel mit Namen, soweit ich es inzwischen beurteilen kann, nicht die Namen der Diebe, sondern der letzten, die die Geräte benutzt haben.

Nun, wie erwähnt, die Geräte haben bestenfalls noch Schrottwert, weshalb mir die Rückgabe doch eher wenig hilft.

Meine ersten Nachfragen sind bislang unbeantwortet geblieben, die Rückfrage bei der Polizei habe ich mehrfach ohne Erfolg wiederholt. Naja, ich hätte zumindest eine Antwort in Richtung: “Wenden Sie sich an Ihren Anwalt Aktenzeichen des Falls ist XY0815″ oder so erwartet.

Schreiben der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft schrieb mir jetzt bereits zum zweiten Mal. Beim ersten Mal ging das Schreiben an “Miraldo”, ich hasse es, wenn jemand sich nicht an die von mir gemachten Angaben halten kann, aber nun gut, zwei Fehler in sieben Buchstaben sind ja noch nicht so schlimm. Im zweiten Schreiben werde ich namentlich genannt und MIR@DLO entspricht ja fast dem Logo… 😉

Gegen einen der Herren, beide wurden im Schreiben namentlich genannt, wurde das Verfahren bezogen auf meine Anzeige wegen besonders schwerem Diebstahl eingestellt, weil die daraus zu ahndende Maßnahme nicht ins Gewicht fiele, im Vergleich mit einer anderen angezeigten Tat.

Denselben Satz gab es im zweiten Schreiben, dort noch mit dem Hinweis, er habe sich zwei Laptops angeeignet, die ein unbekannter Täter bei miradlo entwendet hatt, obwohl er wusste, dass diese unrechtmäßig erlangt worden waren. Einer der Rechner konnte später sichergestellt und an die Geschädigte zurückgegeben werden.

Die Spurensicherung nahm damals Fingerabdrücke, wollte von allen Mitarbeitern DNS-Proben, insofern verstehe ich nicht ganz, wie es möglich ist, dass es jetzt einen unbekannten Täter gibt. Ich hatte ja, ohne zunächst zu realisieren, dass die Herren gerade gestohlen hatten, drei oder vier Täter mit Rucksäcken wegrennen sehen. Es gibt also eine Aussage, es gibt Spuren, es gibt die Geräte und doch bleibt es beim Hinweis auf einen unbekannten Täter im einen Schreiben, während im anderen Schreiben es so klingt, als sei diesem Herrn die Tat nachgewiesen worden.

Inzwischen habe ich doch mal lieber meinen Anwalt angeschrieben, offenbar die einzige Möglichkeit zu einer vernünftigen Auskunft zu kommen. Ich kann ja sonst nur aus gehörtem spekulieren, das ist nicht sehr sinnvoll…

Auskunft vom Anwalt

Es wäre recht günstig zu haben, wenn ich ihn beauftrage Akteneinsicht zu nehmen. Gut, dann wüsste ich noch genauer, wer die Jungs waren, aber die Namen habe ich ja schon.

Schadensersatz kann ich natürlich einklagen. In Anbetracht der Lage wäre es auch kein Problem “einen Titel” (das Recht daran Geld zu bekommen für dreißig Jahre) zu bekommen. Allerdings zunächst müsste ich die Kosten tragen. Anschließend habe ich zwar einen Titel und falls einer der Jungs jemals zu Geld kommt, müsste er mich bezahlen.

Ich habe also Recht, ich kann es auch einfordern.

Aber zunächst zahle ich.

Ob jemals einer zu Geld kommt und ob ich dann meine Kosten ersetzt bekäme, kann mir heute niemand garantieren.

Ich weiß jedoch aus verschiedenen Erfahrungen mit Prozessen wie mühsam das ist. Da müssen Daten zusammengestellt werden, Gespräche und Absprachen mit dem Anwalt geführt werden, es gibt eine Verhandlung usw.

Unterm Strich würde es mich sehr viel Zeit und zumindest zunächst erst einmal wieder Geld kosten, um vielleicht irgendwann in zehn oder zwanzig Jahren Schadensersatz zu bekommen.

Recht haben und Recht bekommen ist zweierlei

Für mich ist das im Moment uninteressant. Denn klar, ich habe Recht, rein formal könnte ich dafür eine Bestätigung bekommen. Aber ich zahle und habe Aufwand für einen Anspruch an die Verursacher, der höchstwahrscheinlich niemals mir zu einem Cent verhilft.

Och nee, das ist mir doch zuviel Aufwand, für viel zu wenig Erfolg. Irgendwie dachte ich sowas liefe eher in Richtung Service für Geschädigte ab, doch so ist es nicht, denn ich hatte nur Arbeit damit, aber keinen Vorteil, wenn ich von dem zurückgegebenen Elektronikschrott mal absehe.

Ich finde es ist falsch so, denn in sehr vielen Fällen bringt es die Geschädigten nicht weiter, dass sie theoretisch Recht haben. :-(

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 14. Mai 2009 um 00:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter nachdenkliches, mit dem Kurzlink
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