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Bloggen vs Journalismus

31. März 2009 Ute

Ist Bloggen der neue Journalismus? Diese Frage stellt Jan in seiner Blogparade an der man heute noch teilnehmen kann.

  • Collage Blogs und Zeitung “Zeitungsblog” oder Blogzeitung

Auf den ersten Blick meine ich, nein, Blogs ersetzen den Journalismus nicht. Jedoch glaube ich schon, dass Blogs den Journalismus ergänzen, wenn es um Geschwindigkeit von aktuellen Meldungen geht, dann hat Microblogging wie twitter oder identi.ca die Nase vorn.

Blogs sind nicht gleich Blogs

Nicht jedes Blog hat das Ziel journalistisch zu informieren. Andererseits haben fast alle großen Medien inzwischen auch ergänzend Blogs, in denen sie schreiben. Zwischen diesen beiden Extremen liegen noch viele journalistisch informierende Blogs.

Sterben Printmedien aus?

Sicherlich hängt es auch von den jeweiligen Vorlieben ab, aber ich meine schon, dass sich auch etwas bewegt was von den Printmedien weg geht.

Für mich ist das Fernsehen nur selten eine Informationsquelle, in den letzten Monaten hatte und habe ich auch grad keinen angeschlossenen Fernseher, den ich nutzen könnte. Ähnlich gehe ich mit Radio um, es ist eher zur Unterhaltung als um mich zu informieren. Ich lese keine Tageszeitung und nur sehr wenige Fachzeitschriften. Meine Informationsquelle ist ganz eindeutig das Web. Einerseits überfliege ich die jeweils aktuellen Nachrichten aus der Welt, aus Palästina (mein Sohn arbeitet dort zur Zeit) und werfe einen Blick auf den Feed der örtlichen Tageszeitung.

Wenn ich grad mal wenig Zeit habe, dann schaue ich auch mal ein, zwei Tage nicht auf die neusten Nachrichten. Alle größeren Ereignisse bekomme ich jedoch mit, sei es aus den Feeds oder sei aus Blogs, weil irgendjemand immer darüber berichtet. Ist mir eine Nachricht wichtiger, dann schaue ich nach weiteren Quellen, ansonsten genügt mir auch die minimale Information.

Aus meiner Sicht sterben Printmedien schon langsam aber sicher aus, denn ich habe früher regelmäßig eine Tageszeitung gelesen.

Sind Blogs ein Ersatz für Journalismus?

Im Moment wohl noch nicht. Aber so Stück für Stück werden Blogs als Informationsquelle sicher für immer Menschen interessant. Die ersten aktuellen Meldungen kommen jetzt schon oft eher über twitter, als über die klassischen Nachrichtenkanäle. Ich vermute, dass Blogs insbesondere als unabhängige Quellen für den tieferen Einblick in ein Thema immer wichtiger werden.

Ich glaube, dass die Printmedien sich noch stärker verändern werden. Erste Ideen, dass auch Printmedien nach Kategorien abonniert werden, und dann morgens als ein PDF ausgedruckt werden könnten, weisen für mich schon auf eine andere Zukunft der Printmedien hin.

Wir werden schon noch ein paar Jahre auch Zeitungen und Zeitschriften in ihrer jetzigen Form haben, früher oder später wird es eher andere Formen geben, als die heute üblichen Zeitungen und Zeitschriften. Jedoch glaube ich nicht, dass Blogs den Journalismus einfach ablösen.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 31. März 2009 um 00:40 Uhr veröffentlicht und wurde unter rundums Web, mit dem Kurzlink
http://www.utele.eu/blog/?p=1255 abgelegt.

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7 Reaktionen zu “Bloggen vs Journalismus”

  1. heinzkamke sagt:

    Für mich sind Printmedien hauptsächlich noch für lokale Themen relevant.
    Das sieht aber nicht jeder so: 😉
    http://www.233grados.com/blog/2009/03/ni-superman.html

  2. Ute sagt:

    Der ist nett, der “Karton”. 😉
    Seit selbst unser aller bester und einziger Südkurier so was ähnliches wie Feeds anbietet, lese ich das Wochenblättchen im Briefkasten so gut wie gar nicht mehr.

    Aber wie du schreibst, noch gibt es da auch ganz andere Nutzer…

  3. Sabse sagt:

    Ich finde z.B. am Frühstückstisch ist es einfach schön eine Zeitung in der Hand zu haben. Das wär mit einem Ebook-Reader oder Laptop bestimmt nicht so schön…

  4. Ute sagt:

    @Sabse Für dieses Gefühl vermute ich, dass es Ideen geben wird, wie eine “selbst ausdruckbare” Zeitung, wenn sich da noch wählen lässt, was jemand lesen möchte, dann könnte das schon für einige interessant sein…

  5. Andre sagt:

    Verstehe nicht so ganz warum Bloggen immer als Gegensatz zu Journalismus angesehen wird. Bloggen ist eine neue Form des Journalismus und vor allem auch eine tolle Möglichkeit für angehende Journalisten Journalismus zu lernen.

  6. Ute sagt:

    Andre: Verstehe nicht so ganz warum Bloggen immer als Gegensatz zu Journalismus angesehen wird.

    Nun, die meisten Journalisten haben das Schreiben als Beruf erlernt. Während Blogger häufig ganz andere Berufe haben.

    Andre: Bloggen ist eine neue Form des Journalismus und vor allem auch eine tolle Möglichkeit für angehende Journalisten Journalismus zu lernen.

    Bloggen ist eine Form von Veröffentlichung. Aber ich denke nicht, dass alle Blogs journalistisch arbeiten. Journalisten müssen sachlich von mehreren Seiten an ein Thema rangehen.

    Blogger sollen und dürfen durchaus auch mal sehr viel persönlicher mit einem Thema umgehen.

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