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Fehlermeldungen ElsterOnline mit Registrierung ::: …was lange währt…

24. April 2009 Ute

Traraaaaa, jabbadabbadu! :-) Ich glaube es ja selbst noch kaum, aber es hat geklappt. Im März 2007 versuchte ich erstmals mich bei der Elster zu registrieren, um wie gefordert einige Voranmeldungen elektronisch abzugeben. Seither gab es viele Versuche, unzählige Mails hin und her mit der Hotline, mit dem örtlichen Finanzamt. Zwischendurch gab ich mal für einige Monate auf, dann probierte ich es erneut, dieses Mal dann auch einige Male telefonisch. Doch es wollte und wollte einfach nicht klappen…

Jetzt weiß ich seit zwei Tagen anhand der Reaktionen des örtlichen Finanzamts, dass wirlich beide Registrierungen geklappt haben! …und das nach nur zwei Jahren… 😉

Die Elster in den Jahren 2007 und 2008

ElsterOnline erwartet eine einmalige Registrierung, zunächst muss das passende Original-Plugin von Sun installiert sein, ein funktionsgleiches, welches bei anderen Seiten funktioniert, dann kommt die Meldung es könne nichts getan werden, da ich nicht die korrekte JRE (Java Runtine Environment) habe. Anschließend kommen die persönlichen, bzw. geschäftlichen Daten. Nichts für Anfänger, denn sollte man in den Vorjahren, beispielsweise weder Lohnsteuer abgeführt haben, noch einen Umsatzsteuerbescheid haben, der anders als auf 0,00 lautet, dann geht zunächst einmal gar nichts. Nicht zu empfehlen sind geänderte Bescheide des Finanzamts, denn niemand, weder das eigene Finanzamt, noch die Hotline können dann sagen, die Zahl welchen Bescheids genutzt werden kann.

Das wäre alles halb so schlimm, denn falls es nicht klappt könnte es ja eine Fehlermeldung geben, die gibt es jedoch nicht:

Falls die von Ihnen eingetragenen Berechtigungsdaten von den Daten der Finanzverwaltung abweichen, wird Ihnen kein Aktivierungs-Code zugestellt und Schritt 1 der Registrierung muss wiederholt werden. Aus Sicherheitsgründen wird in diesem Fall keine Fehlermeldung angezeigt.

Auch das wäre nicht so schlimm, denn wenn man das nicht gerade zum ersten Mal probiert, dann weiß man bereits, dass Aktivierungscode normalerweise innerhalb einer halben Stunde per Mail ankommt. Im nächsten Schritt gibt man die erwähnten Daten eines vorherigen Bescheids ein. Hat bis hierhin alles geklappt, dann kommt ein E-Mail:

Sehr geehrte(r) Benutzer(in) des ElsterOnline-Portals,

bitte bestätigen Sie den Erhalt dieser E-Mail durch Klicken auf den folgenden Link: …

Hat auch das geklappt bekommt man eine weitere Nachricht:

Kurzname des Kontos: kontoname (maximal 8 Zeichen)
Aktivierungs-ID: xxxxxxxxxxxxx (16-stelliger Zahlencode)

Beim ersten Mal war ich noch naiv und dachte, damit hätte ich es geschafft. So ist es jedoch keineswegs. Der Code hilft nur, falls anschließend innerhalb einiger Tage ein weiterer Code des örtlichen Finanzamts kommt. Dieser kommt jedoch nur, wenn vorher alles geklappt hat, sonst bekommt man keine Nachricht. Eine Nachfrage beim örtlichen Finanzamt liefert den Hinweis:

Meine Registrierung habe einen Fehler bei der Sicherheitsfrage, daher könne ich gar keinen Postcode bekommen.

Die Hotline schrieb, das sei Quatsch, aber es sei klar, dass das örtliche Finanzamt keine genaue Meldung bekäme, was nicht geklappt habe.

Meine Anfrage ans örtliche Finanzamt Konstanz endete mit dem Hinweis, ich könne doch die CD bei ihnen abholen. Das war nachdem ich ausführlich, mehrfach erklärt hatte, dass das Programm nur auf Windows läuft und mir daher nichts nützt. Weswegen ich ja Elster Online haben wollte.

Bei einer anderen Anfrage kam von dort der Hinweis:

Es sei besser ich registriere mich nicht, weil sonst mein Rechner nicht kaputt gehen darf, da die Registrierung an den genutzten Rechner gebunden sei.

Die Hotline schrieb, das sei Blödsinn und gelte nur, falls ich den Registrierungscode ausschließlich auf dem Rechner speichere, ohne Sicherheitskopie des Codes.
Abschluß-Antwort der E-Mail-Hotline nach mehreren Versuchen das Problem zu lösen

In der Sumnme müssen wir feststellen, daß es Ihrerseits einige Mißverständnisse bezüglich der Registrierung und der Benutzung des Elster-Online Portals gibt. Lassen Sie sich das ganze Prozedere von den Kollegen der technischen Hotline erklären.

Nun, die Herrschaften der schreibenden Zunft vergaßen zu erwähnen, dass es nicht möglich ist Nullwerte einzutragen, inzwischen steht das im Formular als Hinweis bereits drin. Sie vergaßen ebenfalls zu erwähnen, dass Zahlen nicht mit Kommas, sondern mit einem Punkt eingegeben werden müssen.

Nach mehreren Versuchen gab ich zunächst auf und überliess es einer Steuerberaterin die Voranmeldungen zu machen. Vor kurzem versuchte ich es wieder, dieses Mal wegen abzuführender Lohnsteuer. Die Anfänge sahen ganz gut aus, ich hatte ja schon Übung. Ein weiteres Mal kam ich bis zum E-Mail der Elster mit der Aktivierungs-ID. Vorsichtshalber überwies ich mal so ans Finanzamt und schrieb ihnen noch ein Mail, dass ich versucht habe, die Anmeldung über Elster zu erstellen, mir aber nicht sicher sei, ob es geklappt habe.

Daraufhin kam nach einigen Tagen zwar kein Postcode aber ein Anruf des örtlichen Finanzamts, dass es nicht geklappt habe, weil die Steuernummer falsch war, aber sie würden mir jetzt passende Zugangsdaten senden, mit denen ich es nochmals probieren solle. Die Steuernummer hat sich geändert und meine Vermutung ich müsse das Ding mit der Nummer ausfüllen, die noch auf dem Bescheid steht, dessen Zahl ich verwendetete war falsch. Ich solle es mit der neuen Nummer und dem von ihnen übersendeten Betrag nochmals probieren. Der Mensch am Telefon, riet mir mich im Zweifel direkt an ihn zu wenden, falls ich Probleme habe, mich anzumelden. Na, mal sehen, ich werde es erst noch einmal so versuchen…

Wer vergessen hat in den Browsereinstellungen anzugeben, dass die Fenstergröße nicht verändert werden darf und mit Tabs, z.B. im Firefox unterwegs ist, bekommt gezwungermaßen selbstverständlich für das ganze Fenster, die Fenstergröße, die sich die Entwickler der Elster gedacht haben. Ich hasse Anwendungen, die versuchen mir vorzuschreiben, was für mich gut sei.

2009 die Elster nochmal

2009 konnte ich feststellen, dass die diebische Elster immerhin lernfähig ist. Viele Probleme und Fehler, die meine Registrierung in den Vorjahren noch stoppten sind inzwischen ausgeräumt oder zumindest so verständlich dokumentiert, dass die Chance besteht es richtig zu machen… 😉

Einiges kannte ich ja schon und wusste es bereits, mancher Fehler entstand so erst gar nicht. Also begann ich wieder, dieses Mal mit dem Ziel einer doppelten Registrierung, einmal geschäftlich, einmal privat.

Die ersten Schritte klappten dieses Mal perfekt, bis zur ersten Mailbenachrichtigung war alles kein Problem. Inzwischen war ich jedoch misstrauisch und nahm nicht automatisch an, dass es deshalb klappt. 😉

Stimmte auch, es klappte nicht. Neu war jedoch, dass ich bereits nach zwei Tagen per Mail über das Fehlschlagen informiert wurde. Denn ursprünglich gab es gar keine Info, später nur nach Wochen beim örtlichen Finanzamt telefonisch. Dieses Mal jedoch nach zwei Tagen per E-Mail. Irritiert war ich, dass ich nur eine Nachricht bekam.

Fehlermeldung:

Angaben zum Geburtsdatum oder den Berechtigungsdaten waren falsch

Vertipper konnte ich sicher ausschließen, da ich die Probleme mit Elster schon kannte, achtete ich sehr genau auf meine Eingaben. Deshalb, nein, das Geburtsdatum war garantiert nicht falsch. Blöd war beide Konten mit derselben Mailadresse anzumelden, nur an einer Stelle in einem recht langen Text steht ein Hinweis auf melche Anmeldung sich das Problem bezieht. Nach unzähligen Fehlschlägen war ich automatisch davon ausgegangen, dass wieder beide Versuche nicht klappten.
Jedoch die private Anmeldung hatte auf Anhieb geklappt, das erfuhr ich noch vor der offiziellen, schriftlichen Nachricht vom Vertreter des Elster-Beauftragten meines örtlichen Finanzamts.

Rückmeldung vom örtlichen Finanzamt

Bisher bekam ich bei jedem Versuch wenig freundliche, meist völlig inkompetente Antworten vom örtlichen Finanzamt. Dieses Mal glaubte ich schon, ich habe Halluzinationen:

Zwei Tage nach meiner Mailanfrage kam abends nach 18 Uhr ein Anruf von einem freundlichen Herrn, der sich entschuldigte, dass er jetzt erst anrufe.

Ich war mir sicher, ich habe Halluzinationen. 😉

Doch der sprach weiter, erzählte was nur das Finanzamt wissen konnte und meinte noch habe er keine Rückmeldung von beiden Konten, vielleicht habe es ja dieses Mal geklappt, für das Privatkonto läge ihm eine Bestätigung vor. Sollte das andere nicht geklappt haben, möge ich ihn wieder kontaktieren.

Ich war beeindruckt: Freundlich, interessiert und engagiert mit einigem Fachwissen, obwohl er nur der Vertreter der eigentlich Zuständigen sei.

Da ich mit Problemen rechnete dokumentierte ich alle Eingaben mit Screenshots, in der Hoffnung dass sich so das Problem vielleicht lösen ließe.

Nach der Fehlermeldung schickte ich also die Screenshots meinem freundlichen Herrn vom Finanzamt. Daraufhin kam eine Nachricht per Mail, es gäbe ein Problem mit den Beträgen und unter anderem der Satz:

Falls Sie auch dieses mal keinen Erfolg hätten, geben Sie mir bitte wieder Bescheid. Wir werden uns im gemeinsamen Interesse weiter bemühen.

Allein dieser Satz lag weit über allem, was ich sonst so von meinem Finanzamt kannte.
Ich rief an und hatte Glück, er war gerade da und hatte einen Moment Zeit. Gemeinsam fanden wir heraus, dass das Finanzamt schon im Bescheid, der Voranmeldung, deren Zahl ich hatte wohl irgendeine ausstehende Gebühr gekürzt hatte. Die einzugebende Zahl ist jedoch nicht das Ergebnis, sondern der ursprüngliche Wert oder so. Jedenfalls war es telefonisch jetzt möglich zu klären, welche genaue Zahl, in welcher Form, ich eintragen muss, nachdem die Screenshots ja bewiesen, dass das wirklich mein einziger Fehler war.

Fazit ElsterOnline

Hätten sich die Herrschaften Ersteller der ganzen Elster von Anfang an, auf eine plattformunabhängige Lösung eingestellt, dann wäre vieles einfacher und billiger gewesen. Anfangs nur auf Windows zu setzen, aber teils zu elektronischer Abgabe verpflichten (Umsatzsteuervoranmeldungen beispielsweise), das ging gründlich schief. Bockig wie ich zuweilen bin, sah ich auch nicht ein, aufzugeben, denn wieso sollte ich jetzt halt auf Papier abgeben, nur weil ich kein Windows nutze…

Und oh Wunder Ausdauer lohnt sich: Rund zwei Wochen nach dem letzten Versuch mit den telefonisch abgeklärten Daten, hatte ich beide Zertifikate und habe jetzt auch von beiden Konten aus bereits Daten ans Finanzamt geschickt, die definitiv an der richtigen Stelle und in korrekter Form ankamen.
Nein, keine Angst, auch für Nutzer mit Linux und Mac ist es inzwischen wesentlich einfacher geworden. An manchen Stellen wurde genau das eingeführt, was ich noch kritisiert hatte. Wenn es darüberhinaus inzwischen noch mehr solch, freundlicher und hilfsbereiter Finanzamtbeamten gibt, dann ist es selbst mit Fehler nicht schlimm, weil nett und in einem angenehmen Ton lösbar.

So ganz allmählich wird die Elster nutzbar… 😉

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 24. April 2009 um 00:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter rundums Web, mit dem Kurzlink
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  4. Lis sagt:

    Danke für diese Infos.
    Demnach habe ich die Hoffnung, den Code und die ID nicht falsch eingegeben zu haben. Heute, am Samstag bekomme ich das natürlich nicht mehr raus.
    LG
    Lis

  5. Ute sagt:

    Lis, mittlerweile klappt es tatsächlich seit einigen Jahren problemlos auch mit Zertifikatsverlängerungen.
    Mit ein bisschen Glück, hat es geklappt. Aber selbst wenn nicht, inzwischen gibt bei den Finanzämtern auch geschultes Personal, welches weiterhelfen kann. Einiges hat sich da doch bewegt.
    Ich drück die Daumen.

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