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Gekaufte Blogger? Werbung, bezahlte Beiträge, Anzeigen, trigami usw.

27. März 2008 Ute

Für manche sind bezahlte Beiträge das Schlimmste, einfach das Verwerflichste überhaupt, z.B. wirft der Werbeblogger alle, die über trigami bezahlte Beiträge veröffentlichen, aus seiner Feed-Liste. Andere Blogger schreiben bezahlte Beiträge, einige schalten Werbung, das ein oder andere Blog lässt jedoch kaum noch Platz für eigene Artikel.

Ich finde beide Seiten übertrieben. Ich mag Werbung nicht, aber solange es möglich ist, sie abzustellen, ist sie mir nicht wichtig. Meine Feeds lese ich in einem rein textbasierten Reader oder in meinem so konfigurierten Browser, dass keinerlei Werbung erscheint.

Einige argumentieren, dass zwar eingeblendete Werbung in Ordnung wäre, weil sie eindeutig erkennbar sei, aber bezahlte Beiträge seien Vorspiegelung falscher Tatsachen. Wenn alle bezahlten Beiträge nicht unabhängig sind, dann wären alle Journalisten ebenfalls nicht in der Lage sachlich zu veröffentlichen. Von jeder, mir bekannten Tageszeitung, ist ihre politische Tendenz bekannt, trotzdem glauben die meisten Leser, dass sie Informatives und Sachliches lesen können.

Alle Blogautoren haben ebenfalls eine Tendenz, sowohl politisch, als auch in jeglicher anderer Hinsicht. Für die meisten Leser ist das ein wichtiger Grund ein Blog zu lesen. Klar, die Themen eines Blogs sind genauso entscheidend, es gehört beides zusammen.

Ich weiß nicht, was für andere sinnvoll und richtig ist. Für mich ist es es nicht verwerflich, wenn auch mal bezahlte Beiträge in einem Blog veröffentlicht werden. Hier gab es bereits einen, von trigami bezahlten Artikel und je nachdem welche Themen angeboten werden, wird es auch in Zukunft ab und zu bezahlte Beiträge geben. Ich bewerbe mich nicht auf jede Ausschreibung und ich halte nichts von reinen Werbeaktionen, aber wenn ich ein interessantes Thema angeboten bekomme, dann schreibe ich gern darüber. Wenn ich dafür noch bezahlt werde, dann finde ich das prima.

Für mich muss das Gesamtverhältnis passen, dazu gehört vor allem, so zu schreiben, dass die Leser etwas davon haben. Ich glaube, dass auch bezahlte Artikel gut und informativ geschrieben und damit für Leser interessant sein können.

Insgesamt bin ich sicher, dass sich Blogs sehr gut selbst regulieren, wer schlecht schreibt, oder wem es nur um Werbung geht, der/die wird auf Dauer keine Leser haben. Gute, mit passenden Links versehene Artikel, in denen es eigene Inhalte gibt, die werden auch gelesen.

Aktualisiert am 7.5.

Taris Sabbelblog veranstaltet bis zum 10. Mai eine Blogparade zu trigami, da passt der Artikel ganz gut dazu: …zu den Fragen der Blogparade:

Ja, ich bin mit zwei Blogs aktiv bei trigami, es gibt im Schnitt pro Blog rund drei Aufträge pro Woche. Ich bin allerdings wählerisch, ich mache keine reinen Werbebeiträge, ich drehe keine Videos, ich erwarte Rückmeldungen in endlicher Zeit und ich nehme nur Themen, die mich interessieren.

Es gab bereits bezahlte Aufträge, hier im Blog über ein Portal für Hotelfachleute usw. Die Aufträge kommen nach der Anmeldung, die Begriffe, die man selbst als Tags vergibt, geben eine Vorauswahl.

Wenn ein Angebot kommt, schaut man es sich an und wenn es passt bewirbt man sich. Wird man genommen, hat man etwa zwei Wochen Zeit, um den Beitrag zu schreiben und zu veröffentlichen.

Mir gefällt das System von trigami, weil ich bei jedem Angebot selbst entscheiden kann, ob es zu mir und zu meinem Blog passt. Außerdem klappt der Kontakt und die Bezahlung mit trigami selbst problemlos.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 27. März 2008 um 00:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter rundums Web, mit dem Kurzlink
http://www.utele.eu/blog/?p=81 abgelegt.

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5 Reaktionen zu “Gekaufte Blogger? Werbung, bezahlte Beiträge, Anzeigen, trigami usw.”

  1. ritchie sagt:

    Deinem Artikel kann ich nur vollinhaltlich zustimmen; ich denk, dass es in diesem Bereich kein schwarz/weiß gibt. An trigami gefällt mir gut, dass explizit Reviews eingekauft werden, und nicht Lobhudeleien… was die jeweiligen Blogger draus machen, ist allein ihre Sache. Und monetarisierungstechnisch ist trigami eine Latte attraktiver als Adwords.

  2. Ute sagt:

    Meines Erachtens gibt es nicht nur hier, sondern nahezu nie, nur schwarz oder weiß, Grautöne gehören einfach dazu. Für mich sind es ebenfalls die Rezensionen, die auch Kritik zulassen, die ich gut finde.

    Ich bewerbe mich nicht für reine Werbebeiträge. Bei trigami mag ich, dass es in den Angeboten jeweils explizit dabei steht, was gewünscht ist. So kann jede/r für sich entscheiden, ob es auch reine Werbebeiträge geben darf oder eben nicht.

  3. Ute sagt:

    …da es die Blogparade gab, habe ich den Artikel um ein paar Antworten erweitert.

  4. Dunkelangst sagt:

    Tja, was soll ich sagen?

    Ich bin über diesen Blog Beitrag zu trigami gestolpert und hab mich dort angemeldet um *hinter her* zu Erfahren, dass Du 10 € hättest bekommen können, wenn du mich geworben hättest… Zumindest würde ich 10 € bekommen, wenn ich andere Blogger werben würde.

    Hätte ich das hier vorher gelesen, hättest Du den zehner bei meinem ersten Trigami Post kassiert… Das tut mir sehr Leid, dass sich das nicht ergeben hat.

    Mein Blog wurde von Trigami auch angenommen und jetzt warte ich erst einmal ab, für welche Art von Aufträgen ich mich nun bewerben kann und entscheide dann, ob ich wirklich Trigami Posts bloggen werde…

    Anbei:
    Frohes Neues!! 😀

  5. Ute sagt:

    Dunkelangst: Hätte ich das hier vorher gelesen, hättest Du den zehner bei meinem ersten Trigami Post kassiert… Das tut mir sehr Leid, dass sich das nicht ergeben hat.

    Das ist nicht schlimm. Ich habe mal ein bisschen damit experimentiert, mich jedoch inzwischen wieder eher zurückgezogen, weil es mir grad gar nicht wichtig ist.

    Dunkelangst: Mein Blog wurde von Trigami auch angenommen und jetzt warte ich erst einmal ab, für welche Art von Aufträgen ich mich nun bewerben kann und entscheide dann, ob ich wirklich Trigami Posts bloggen werde…

    Ja, ich denke es wichtig genau zu schauen, was zu einem selbst passt!

    Dunkelangst: Frohes Neues!! 😀

    Dankeschön, das wünsche ich dir auch – wenn auch mit etwas Verspätung inzwischen. :)

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