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Bewerber und Bewerbungen ::: Was vermitteln die Schulen?

31. März 2009 Ute

Zuweilen bin ich ziemlich genervt von Bewerbern. Hier im Blog habe ich ja schon öfter was zu  Bewerbungen geschrieben, ziemlich ausführlich auch, was ich unter einer elektronischen Bewerbung verstehe.

Auf unserer Unternehmenswebseite unter Jobs gibts Hinweise, wie eine Bewerbung aussehen soll und wer Ansprechpartner ist, außerdem verweise ich auf die Artikel hier im Blog.

  • Screenshot Utes Profil als PDF

Die Telefonnummer finden doch einige Interessenten, oft auch Schüler, die ihr Schulpraktikum bei uns machen wollen. Die Website scheint unauffindbar. :-(

Die Hinweise zu Bewerbungen hat bisher noch keiner gelesen. Oder sind die vielleicht so kompliziert, dass sie keiner verstanden hat? Wer hier anruft bekommt den Hinweis auf eine elektronische Bewerbung per E-Mail.

Schlechte Beispiele für Bewerbungen per E-Mail

Selbst wenn wir gerade an Praktikanten interessiert sind, schaffen es die meisten sich sofort zu disqualifizieren. Sie rufen an und nach einigen Stunden bekomme ich dann ein Mail in folgendem Stil:

“Sehr geehrte Damen und Herren, wie telefonisch besprochen hier meine Bewerbung. Ich bin Schüler Klasse 10 an Schule XY. In drei Wochen soll ich ein zwei-wöchiges Praktikum machen, ich finde Webdesign ganz toll deshalb will ich das bei Ihnen kennenlernen. MfG”

Wie bitte?

Ja, ich bin komisch, ich erwarte, dass Bewerber unsere Seite mit Hinweisen zu Bewerbungsunterlagen finden. Wäre das so, dann könnte eine solche Bewerbung nicht vorkommen.

“Sehr geehrte Damen und Herren”

Was ist an “Ansprechpartner Ute Hauth” mit verlinkter Mailadresse nicht zu verstehen? Manch einer kam wohl schon mal bis zu der Seite und schrieb dann:

“Sehr geehrter Herr Hauth”

Aha, hätte ich einen ungewöhnlichen Vornamen, würde ich das verstehen, aber kennt jemand einen Mann, der Ute heißt?

“wie telefonisch besprochen hier meine Bewerbung.”

Prima, das ist ja schon mal was.

“Ich bin Schüler Klasse 10 an Schule XY.”

Ja, das ist ja nett.

“In drei Wochen soll ich ein zwei-wöchiges Praktikum machen”

Ach, und das hat der Arme erst jetzt erfahren? Alle mir bekannten Schulen haben feste Termine für Praktika. Wenn ein Praktikum nach den Osterferien stattfinden soll, warum kommt die Bewerbung nicht im Januar? Kurzfristig noch Praktikanten einplanen ist nur selten möglich, deshalb haben kurzfristige Bewerber meist schon Pech.

” ich finde Webdesign ganz toll”

Nichts gegen diesen Hinweis, aber als einzigen Grund, warum ich jetzt einen Praktikanten nehmen soll finde ich das doch ein bisschen wenig.

“deshalb will ich das bei Ihnen kennenlernen”

Das ist ja nett, nur was habe ich davon? Nett wäre irgendein Hinweis, der mir zeigt, ich bin wenigstens so interessiert, dass ich schon mal auf die Webseiten geschaut habe und mich auf irgendwas beziehe.

” MfG”

Verbindlichen Dank, wem es zuviel Arbeit ist, den Gruß in einem Bewerbungsanschreiben wenigstens auszuschreiben, der ist für mich nicht cool, sondern kommt einfach nicht in Frage.

Da fehlt doch was

Auch bei einem Praktikum für nur zwei Wochen, erwarte ich eine minimale Bewerbung. Ein Dreizeiler per Mail ist keine Bewerbung. So ähnlich wie hier auf dem Bild, wäre doch schön eine A4-Seite mit ein bisschen Kopfzeile, einem Passbild oder so, die wichtigsten Daten…

  • Klar ein Lebenslauf gibt noch nicht viel her, aber was spricht dagegen die Form zu wahren, und die persönlichen Daten und die Schulen aufzuführen? Zumindest das Alter eines Bewerbers fände ich zuweilen ganz nett und nein, das kann ich nicht automatisch an der Klassenstufe erkennen.
  • Ein Bild am liebsten ein Passbild im Lebenslauf, der als PDF angehängt ist, wäre fein. Die Bewerber wollen mir sagen, ich solle sie für Webdesign nehmen. Wenn ich als Schüler sonst noch nicht viel vorzuweisen habe, dann wäre ein Bild doch zumindest ein kleiner erster Eindruck.
  • Zu einer Bewerbung gehören für mich relevante Zeugnisse, bei einem Schulpraktikum wäre es das letzte Zeugnis, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich möchte eine Vorstellung davon, in welchen Bereichen die Stärken und Schwächen eines Bewerbers liegen. Selbst für eine Woche, kann ich das Programm leichter erstellen, wenn ich in etwa weiß, habe ich jemand mit Stärken im technischen, sprachlichen, künstlerischen Bereich. Mit Mathe und Physik fünf, würde ich mir auch Ansätze zum Programmieren sparen, für Dokumentation ist sind die Fünfer in Deutsch und Englisch nicht gerade ein Vorzug…

Was vermitteln die Schulen vor solch einem Praktikum?

Ich dachte, es wäre auch heute noch so, dass vor solchen Praktika in der Schule das Thema Bewerbungen angesprochen wird. Jedoch nach dem, was ich so an Bewerbungen bekomme, gibt es nur zwei Varianten:

  • es wird nicht unterrichtet
  • es bleibt nichts hängen

Es würde mich interessieren, wie es tatsächlich ist…

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 31. März 2009 um 00:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter miradlofacts, mit dem Kurzlink
http://www.utele.eu/blog/?p=1222 abgelegt.

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18 Reaktionen zu “Bewerber und Bewerbungen ::: Was vermitteln die Schulen?”

  1. Nicole Grönert sagt:

    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Ich, Mutter eines 14 jährigen Sohnes frage mich oft was lernen die denn noch in der Schule.
    Der Lehrer glänzt oft durch Abwesenheit.
    Da fällt der Unterricht halt aus ; ) den Schüler freut es!
    Ich als Mutter finde es erschreckend greife dann meinem Sohn selber unter die Arme, damit er weiß was bei einer Bewerbung verlangt wird.

  2. Ute sagt:

    Nach anderen Kommentaren zu Artikeln dieser Serie scheint tatsächlich beides der Fall zu sein:

    – manchmal werden Bewerbungen nicht unterrichtet

    – bei manchen Schülern nützt auch der Unterricht nichts

    Für mich ist es grundsätzlich der falsche Weg, wenn Eltern die Bewerbung erstmal erklären müssen. Aus meiner Sicht sollte es schon so sein, dass klar ist, was in einer Bewerbung enthalten sein muss, wenn Eltern dann noch Korrektur lesen ist es prima, aber mehr eben nicht.

  3. Claudia sagt:

    Ich bin seit februar arbeitsuchend und ich weiss nicht wie ich jetzt eine bewerbung schreiben soll es gibt soo wenig vorlagen im internet

  4. Ute sagt:

    Claudia: es gibt soo wenig vorlagen im internet

    Das sehe ich deutlich anders. Auch hier im Blog gibt es eine ganze Artikelserie http://www.utele.eu/blog/series/bewerbung zu Bewerbungen.

    Es kann nun einmal nicht genau die eine – für alle passende – Vorlage geben. Aber Seiten mit Hinweisen, wie man ganz grundsätzlich Bewerbungen schreibt gibt es reichtlich. Allein zu dem Begriff “bewerbungsvorlagen” bei Google werden über 40.000 Ergebnisse geliefert.

    http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=bewerbungsvorlagen&meta=&aq=1&aqi=g10&aql=&oq=bewerbung&gs_rfai=

  5. Sehr geehrte Frau Hauth,

    Ihrem Artikel ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Ähnliche Beispiele kenne ich auch zu Genüge.

    Mit folgender These wage ich mich einmal etwas weiter aus dem Fenster:

    Kann ein Lehrer wirklich wissen, wie man eine gute Bewerbung schreibt und worauf es dabei wirklich ankommt?

    Nicht, dass ich etwas gegen diesen Berufsstand hätte, aber musste sich ein Lehrer schon jemals bewerben? Nach dem Abitur folgen das Studium, danach das Referendariat und darauf der Schuldienst?

    Aktuell begleite ich als „Externer“ ein Evaluationsteam an bayerischen Grundschulen. Dabei handelt es sich um eine Art Unternehmensberatung für Schulen. Schon am ersten Tag habe ich einen Eindruck davon bekommen, wie groß die Unterschiede zwischen Schulwelt und Wirtschaft wirklich sein müssen.

    Aus meiner Sicht wäre es wichtig in den Schulen einen stärkeren Praxisbezug herzustellen, um noch mehr für das Leben anstatt für die Schule zu lernen.
    Dann würde vielleicht auch die Qualität der Bewerbungen steigen.

  6. Ute sagt:

    Hallo Herr Weiß,

    Christian Weiß: Kann ein Lehrer wirklich wissen, wie man eine gute Bewerbung schreibt und worauf es dabei wirklich ankommt?

    ich denke schon. Auch wenn Lehrer sich meist selbst nicht beworben haben, so haben sie doch die Grundlagen, die für eine Bewerbung nötig sind. Es gibt Lehrer für Deutsch und für Informatikfächer, inzwischen gehören an den miesten Schulen auch Präsentationen mit zum Unterricht.

    Selbstverständlich gibt es dann Lehrer die es besser und schlechter vermitteln, doch ich denke, wenn es unterrichtet wird, dann werden viele Schüler zumindest die grundlegenden Fehler nicht machen.

    Ich bekam vor kurzem von jemandem aus der zehnten Klasse Gymnasium eine perfekte Bewerbung. Korrektes Anschreiben, ein lesbares PDF-Dokument mit den wichtigsten Daten usw.

    Ich gebe zu, das war die erste einwandfreie Bewerbung, es ging “nur” um eine Praktikumstelle, aber es zeigt, dass ich nichts unmögliches erwarte.

    Nach wie vor vermute ich, dass es zwei Hauptgründe für die miserablen Bewerbungen gibt:

    An manchen Schulen wird nichts derartiges unterrichtet.
    Bei manchen Schülern bleibt nichts hängen.

    Unterm Strich wundere ich mich bei einigen jedenfalls nicht, dass sie schon Mühe haben eine Praktikumsstelle zu finden.

    Der Vorzug der teils miserablen Bewerbungen ist, dass sie mir Arbeit sparen, ich muss auf völlig lieblos hingerotzte Bewerbungen gar nicht erst reagieren. 😉

  7. Kirsten sagt:

    Meine Meinung zu dem Thema: In meiner Schulzeit wurde das Thema Bewerbung tatsächlich aus dem Unterricht ausgeschlossen. In welchem Fach hätte das auch integriert werden sollen? Schade eigentlich, denn die Schule sollte optimalerweise ja auf das Berfusleben vorbereiten und eine korekte Bewerbung ist heutzutage wichtiger denn je.
    Dennoch denke ich, dass die Schule nicht die alleinige Verantwortung für viele schlechte Bewerbungen trägt. Im Internet, bei der Arbeitsagentur und durch die Eltern haben Schüler ausreichend Möglichkeit, sich zu informieren.
    Schlechte Bewerbungen sind für mich schlicht ein Zeichen von Faulheit und Desinteresse.

  8. Ute sagt:

    Kirsten: Schlechte Bewerbungen sind für mich schlicht ein Zeichen von Faulheit und Desinteresse.

    Auch bei schlechten Bewerbungen gibt’s ja noch Unterschiede, bei einigen kommt es mir jedoch auch wie Desinteresse vor.

  9. Christina sagt:

    Mein Input hierzu:

    Während den letzten Schulmonaten vor dem Abitur ging ich bestens gewappnet in meine Bewerbungsphase um einen Ausbildungsplatz. Lebensläufe, Anschreiben und Anhänge wurden detailiert besprochen. Standardisierte Vorlagen ausgeteilt, aber auch das Einbringen von persönlichen Zügen angeregt. Das begann schon mit den Praktika in der 9. Klasse und wurde vor Abschluss der Schullaufbahn nochmals wiederholt.

    Dazu muss gesagt werden, dass das eigene Interesse ausschlaggebend war. Gefördert durch engagierte Lehrer kann dann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Allerdings sind Interesse und Engagement nicht immer von allen beteiligten Seiten gegeben.

    Ich nehme an schlechte Bewerbungen entstehen meist durch Desinteresse. Ob das wirklich der Fall ist, lässt sich aber erst in einem persönlichen Gespräch zu 100% feststellen.

    So traurig der Gedanke auch sein mag, aber vielleicht hatte der Bewerber nie die Möglichkeit von engagierten und interessierten Menschen beraten zu werden bzw. sich auszutauschen. Vielleicht hat er nie erkannt, dass man sich zum Erfolg solcher Dinge möglichst häufig austauschen sollte.

  10. Ute sagt:

    Christina: Ich nehme an schlechte Bewerbungen entstehen meist durch Desinteresse. Ob das wirklich der Fall ist, lässt sich aber erst in einem persönlichen Gespräch zu 100% feststellen.

    Ich lehne nicht jede Bewerbung ab, nur weil sie nicht hundertprozentig perfekt ist. Allerdings möchte ich zumindest den Eindruck bekommen, es bestehe Interesse.

    Bewerbungsgespräche in dem Sinn führe ich nicht mehr, wir machen Probetermine zu Schulungen, die wir anbieten. Damit entfallen auch die Leerzeiten, die wir hatten, weil Bewerber ohne Absage nicht erschienen.

    Christina: So traurig der Gedanke auch sein mag, aber vielleicht hatte der Bewerber nie die Möglichkeit von engagierten und interessierten Menschen beraten zu werden bzw. sich auszutauschen.

    Ich unterscheide bei schlechten Bewerbungen, wenn jemand z.B. sehr jung ist, dann schicke ich auch mal eine kommentierte Absage, so dass jemand die Chance hat es bei weiteren Bewerbungen besser zu machen.

    Völlig desinteressierte Bewerbungen beantworte ich inzwischen jedoch meist nicht mehr.

  11. @ Claudia: Wie soll man nur vermitteln, dass Bewerbungsvorlagen das Schlechteste sind, was man sich antun kann? Es genügt, in klaren und einfachen Worten zu sagen, was man will. Das ist heutzutage so erfrischend und ungewöhnlich, dass man sofort positiv auffällt. Denn fast alle schreiben diese unsäglichen Bewerbungsvorlagen ab und langweilen den Empfänger damit zu Tode.

  12. Elena sagt:

    klar, bewerbungsvorlagen sind nicht optimal, aber wenn jemand gar nicht weiß wie man eine bewerbung schreiben soll, dann doch lieber an einer vorlage orientieren als wild drauf los schreiben. das sind dann nämlich die emails mit “xyz ist geil, das will ich lernen”. Hier gibts auch ein paar Tipps, zumindest für den Lebenslauf.

  13. “xyz ist geil” ist natürlich etwas derbe. Aber eine Bewerbung um eine Lehrstelle, die etwa mit “xyz war schon immer mein Traum” oder “seit abc ist für mich klar, dass ich xyz lernen will” anfängt, hat mit Sicherheit mehr Chancen auf Beachtung und Wohlwollen als das aus einem “Musterbrief” abgeschriebene “mit großem Interesse las ich auf Ihrer Website, dass Sie xyz. Das wäre für mich eine besondere Herausforderung”. Oder was meinst Du? – Viel mehr Infos, nicht nur zum Lebenslauf, findet man übrigens auf meiner (kostenlosen) Website!

  14. früherwarallesbesser sagt:

    Als Vater zweier “bewerbungsreifer” Jungs (Hauptschule, beide fast 16) stehe ich auch vor dem schier unlösbaren Problem, den Jungs das A und O einer “richtigen” Bewerbung klarzumachen. Auf die Frage, ob so etwas nicht in der Schule gelehrt wurde, kam ein klares Nein. Hä? Wie bitte? Das darf doch nicht wahr sein… Das mir einmal die Worte fehlen, kommt selten vor, aber da war es soweit…

    Sicher haben sie es mal durchgenommen. Aber eher so nebenbei. Auf die Bedeutung eines Bewerbungsphotos wurde dabei aber ebensowenig eingegangen, wie auf Formulierung in Bewerberanschreiben und dass man Recherche durchführen sollte. Statt Recherche über diese und jene Firma, wird gezockt und youtube gezappt. Irgendwie herrscht auch die Vorstellung, dass man nach der Schule der einzigste Auszubildende ist und dass die Unternehmen alle nur auf die beiden warten. Google mit dem Suchbegriff “Bewerbungen” zu füttern, stellt ebenfalls eine unüberwindliche Hürde dar. Komischerweise ist man jedoch problemlos in der Lage, MP3-und Porno-Downloadseiten zielstrebig zu finden und aufzurufen.

    Ja, es ist so, dass an den Schulen kein Wert mehr auf Bewerbertraining gelegt wird. Motivationstraining ist ebenfalls ein Fremdwort. Auf begleitende Massnahmen oder gar Empfehlungen in der Berufsfindung seitens des Arbeitsamtes oder (noch schlimmer) der Kreishandwerkerschaft (deren Fischereigebiet ist ja die Hauptschule) sollte man auch besser nicht hoffen und gar vertrauen. Was von deren Seite kommt, darf man getrost vergessen (teilweise Bewerbungsstil aus den 1980’er Jahren).

    Es ist auch so, dass meinen Jungs lieber 2 Stunden Religion hatten, als eine Stunde Physik/Chemie. Es ist auch so, dass meine Jungs die Prozentrechnung nicht beherrschen und es ist auch so, dass aktuelle Tagespolitik weniger Bedeutung findet als “Leben und Wandel kaiserliche Herrscher in Europa”. Statt das Versäumte nachzuarbeiten, wird eine zweiwöchige Abschlussfahrt nach Italien angeboten (wobei meine Jungs da nicht mitmachen werden). Ich kann nicht alle Wissenslücken stopfen.

    Wo war ich?
    Das selbst das Deckblatt einer besonderen Beachtung verdient, um nicht sofort auf den “Return to sender”-Haufen zu kommen, begreifen meine Jungs immer noch nicht. Ebensowenig ist die Verwendung von 100g-Papier und stabiler B4-Umschlag völlig fragwürdig. Das etwas mehr Show gemacht werden muss, wenn die Zeugnisnoten nur Durchschnitt sind (warum auch immer – wer Hauptschule kennt, ahnt, was da auch Ursache sein könnte), erschliesst sich meinen Jungs auch nicht wirklich.

    Doch, ja. Ich predige seit gefühlten 10 Jahren, wie wichtig das Halbjahreszeugnis ist, wie wichtig die Kopfnoten sind und wie wichtig es ist, zu begeistern. Es wäre einfacher und sinniger gewesen, einen leeren Schrank voll zu labern. Und ja, es wurden Konsequenzen gezogen. Es hängt ein grosser Zettel im Zimmer: “Willkommen bei Hartz 4″.
    Pubertät hin. Pubertät her.

  15. Michael sagt:

    Inhaltlich muss ich Ihnen da schon recht geben!
    Allerdings habe ich auch selten einen Text gelesen, der so viele Rechtschreibfehler und Zeichensetzungsfehler hat wie der Ihre.
    Kleiner Tip: Vielleicht selber nochmal den Text durchlesen bevor man andere Fehler ankreidet 😉

  16. Ute sagt:

    Michael: Allerdings habe ich auch selten einen Text gelesen, der so viele Rechtschreibfehler und Zeichensetzungsfehler hat wie der Ihre.

    Nun, dann lesen Sie wohl keine Zeitungen und noch weniger Blogs. Denn seit März 2009 sind Sie der erste, der meinen Text für extrem fehlerhaft hält.

    Michael: Kleiner Tip: Vielleicht selber nochmal den Text durchlesen bevor man andere Fehler ankreidet

    Weder ich noch die Rechtschreibprüfung haben Fehler gefunden. Ich will nicht ausschließen, dass ich den ein oder anderen Fehler übersehen habe. Möglicherweise ist auch die Zeichensetzung nicht perfekt.

    Dieses hier ist ein Blog, in dem ich ab und zu etwas schreibe, ich bewerbe mich nicht mit diesem Blog und deshalb lasse ich meine Beiträge auch nicht Korrektur lesen. Im Vergleich zu den meisten Bewerbungen ist jedoch jeder meiner Artikel fehlerfrei.

    Wenn mich jemand konkret auf einen Fehler aufmerksam macht, so korrigiere ich diesen gerne.

  17. Undesgibtsiedoch sagt:

    … die Schulen, an denen bereits ab der siebten Klasse “Bewerbung” unterrichtet wird (übrigens in Deutsch und in AL) und die den Schülern auch mehr als ein Praktikum ermöglichen und die mit Betrieben zusammen arbeiten und an der Lehrer unterrichten, die sich selber vielleicht nie bewerben mussten, die aber dennoch bemüht sind, es ihren Schülern richtig beizubringen…

    Meine Schüler zumindest waren schon leicht angenervt, als ich mit dem Thema “Bewerbung” ankam – “DAS haben wir doch alles schon letztes Jahr gehabt! / DAS können wir doch schon längst!” – und teilweise wussten sie wirklich noch, worum es geht. Was sie nicht mehr wussten, frischen wir jetzt noch einmal auf, damit sie in ihrem nächsten Praktikum (dann 9H) nichts vergessen haben!

  18. Tom sagt:

    Zum Thema Bewerbungen:

    Erwarten Sie wirklich das Menschen, die nie im Leben in einer privatwirtschaftlichen Unternehmung arbeiten mussten, die sich nie selbst im herkömmlichen Sinne bewerben mussten Jugendlichen zeigen können wie eine gute Bewerbung aussieht?

    Als ich die Realschule im Jahr 2001 beendete, hatte ich keine Ahnung wie eine gute Bewerbung aussehen sollte. Meine Mutter (Lehrerin) hatte auch keinen blassen Schimmer was man bei einer Bewerbung beachten sollte.
    Da ich keinen Erfolg hatte, ging ich auf eine weiterführende Schule und machte meine FHSR. Erst im Studium hatte ich Kontakt zu Menschen, die wussten was man dabei beachten sollte.
    Heute bin ich in glücklicherweise in Lohn und Brot.

    Zu Unternehmen bzw. Personalern, die sagen es gäbe zu wenig qualifizierte Bewerber kann ich nur antworten:

    “Kommt endlich von Eurem hohen Ross runter und seht der Tatsache in Gesicht, dass sich Menschen entwickeln müssen, manche früher manche später. Anstatt immer nur auf den Staat und seine “unfähigen” Diener zu schimpfen solltet ihr euch die Frage stellen was passiert , wenn Ihr nichts tut. Auch Leute mit offensichtlichen Mängeln haben das Potential fähige Mitarbeiter zu werden, wenn sie sich ihrer eigenen Stärken bewusst sind und Spass an der Arbeit haben. Nur weil sich ein Mensch besser ausdrücken oder verkaufen kann, heist das noch lange nicht, das er mehr deswegen geeigneter für die Stelle ist.

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