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	<title>uteles Blog  &#187; Israel greift Hilfstransport für Gaza auf See an </title>
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	<description>utele berichtet über Erfahrungen, Ute erzählt übers web, über miradlo, gibt Tipps...</description>
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		<title>Israel greift Hilfstransport für Gaza auf See an</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/israel-greift-hilfstransport-fuer-gaza-auf-see-an</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 12:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Soldat und das Mädchen Solidarität mit Israel ist nicht in jedem Fall richtig, aber gerade in Deutschland leider viel zu häufig. Die israelische Marine hat ein Schiff angegriffen, welches mit Hilfsgütern auf dem Weg nach Gaza war. Die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung) schreibt dazu: Die IPPNW verurteilt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul class="albumlistre">
<li class="clear"><a title="Chance auf Frieden für Palästina?" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/waffenstillstand-zweiseitig-ohne-chance-auf-frieden-fuer-palaestina"><img src="/images/blog/2009_I/soldat_maedchen_bethlehem_palaestina_08_12.jpg" alt="Graffiti an einer Mauer in Bethlehem" width="300" height="400" /></a>Der Soldat und das Mädchen</li>
</ul>
<p>Solidarität mit Israel ist nicht in jedem Fall richtig, aber gerade in Deutschland leider viel zu häufig. Die israelische Marine hat ein Schiff angegriffen, welches mit Hilfsgütern auf dem Weg nach Gaza war. Die<a href="http://www.ippnw.de/startseite/artikel/9569098c92/ippnw-fordert-unverzuegliche-freilas.html"> IPPNW</a> (<em>Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung</em>) schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Die IPPNW verurteilt den Angriff der israelischen Marine auf die Gaza-Hilfsflottille in internationalen Gewässern aufs Schärfste. „Der völkerrechtswidrige Angriff von israelischen Eliten-Einheiten auf die Schiffe ist eine unverantwortliche Eskalation“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. „Mit diesem Vorgehen hat die israelische Regierung den Tod von unschuldigen Zivilisten billigend in Kauf genommen. Ein derartiger Einsatz ist durch nichts zu rechtfertigen.“</p></blockquote>
<p>Zunächst las ich darüber im Artikel &#8220;<a href="http://www.derdwarsloeper.de/2010/05/31/uneingeschraenkte-solidaritiaet-mit-israel-nicht-in-meinem-namen/">Uneingeschränkte Solidaritiät mit Israel? Nicht in meinem Namen</a>&#8221; den ich via <a href="http://identi.ca/moppelkotzer">moppelkotzer</a> fand. Der Autor verweist darüberhinaus auf den Bericht von Thomas Trueten: <a rel="bookmark" href="http://www.trueten.de/archives/5885-Israel-kapert-gewaltsam-Gaza-Freedom-Flotilla-in-internationalen-Gewaessern,-mehrere-Tote.html">Israel kapert gewaltsam Gaza-Freedom-Flotilla in internationalen Gewässern, mehrere Tote.</a></p>
<p>Wer dagegen protestieren möchte, findet bei Thomas im Anhang Adressen und ein PDF um direkt jemand anzuschreiben. In welcher Form man protestiert bleibt jeder/m selbst überlassen, ob Leserbrief, E-Mail, selbst darüber bloggen oder was auch immer.</p>
<p>Wichtig ist meines Erachtens, dass diese falsch verstandene Solidarität mit Israel endlich aufhört.</p>
<p>Siehe auch den <a title="Bedeutet Schuld in der Vergangenheit Verantwortung für die Gegenwart?" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/bedeutet-schuld-in-der-vergangenheit-verantwortung-fuer-die-gegenwart">Artikel von Rüdiger hier im Blog</a>, der ein Jahr zum Freiwilligendienst in Palästina war.</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
Hinweis für Feedleser: Beiträge, die Quellcode enthalten sind auf der Webseite meist besser lesbar, als in einem Feed-Reader. Digitaler Key: 27c251b1fd656a9e0a610a24501cf643)</small>]]></content:encoded>
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		<title>&#8230;das war mein 2009 ::: unterwegs ins neue Jahrzehnt</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/das-war-mein-2009-unterwegs-ins-neue-jahrzehnt</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 02:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Euch allen wünsche ich einen ganz tolles neues Jahr 2010 und einen guten Start ins neue Jahrzehnt! Zuerst habe ich es bei Dirk gelesen, der es von Matthias auf yellowled hat: Ein Jahresrückblick in zwölf Sätzen aus dem eigenen Blog, die Idee gefällt mir, deshalb folge ich gern der Aufforderung es nachzumachen. Je ein Satz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Euch allen wünsche ich einen ganz tolles neues Jahr 2010 und einen guten Start ins neue Jahrzehnt!</strong></p>
<p>Zuerst habe ich es <a title="Jahresrückblick Dirks Logbuch" href="http://www.deimeke.net/dirk/blog/index.php?/archives/2034-Der-Jahresrueckblick-....html">bei Dirk gelesen</a>, der es von <a title="Matthias auf yellowled Jahr in 12 Sätzen" href="http://matthias.yellowled.de/archives/1307-My-year-in-12-cut-and-paste-sentences-2009.html">Matthias auf yellowled</a> hat: Ein Jahresrückblick in zwölf Sätzen aus dem eigenen Blog, die Idee gefällt mir, deshalb folge ich gern der Aufforderung es nachzumachen. Je ein Satz und den Link zum jeweiligen Artikel:</p>
<ul>
<li><strong>Januar<br />
</strong>&#8220;<em>Dort eskalierte die Situation schnell: es flogen <strong>Steine gegen Checkpoint</strong> und Soldaten im Stadtzentrum, das <strong>Militär schoss Tränengas</strong> und später auch scharf, <strong>fünf Menschen wurden getötet</strong>. Auch in Bethlehem kam es zu Demonstrationen.</em>&#8220;  <a href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/palaestina-im-dezember-weihnachten-krieg-in-und-um-gaza-berichte-vom-freiwilligendienst"><br />
Palästina von Dezember bis Januar kommentierte Berichte der Freiwilligen</a></li>
<li><strong>Februar<br />
</strong>Hab ich schon mal erwähnt, dass ich bewohnte Baustellen hasse?! <img src="../wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" /> <a href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/hochbett-loest-sich-auf-baustelle-die-x-te"><br />
Hochbett löst sich auf</a></li>
<li><strong>März<br />
</strong>Ach, jetzt hat sie es erst bemerkt, na bravo, ein Hoch auf die Familienministerin, Ärztin und Mutter der es 2008 doch schon auffiel, dass es sexuelle Gewalt gegen Kinder gibt.<br />
<a title="Permanent Link: Internetsperre? Kampf gegen Kinderpornographie ::: Frauensache?" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/rundums-web/internetsperre-kampf-gegen-kinderpornographie-frauensache">Internetsperre? Kampf gegen Kinderpornographie ::: Frauensache?</a></li>
<li><strong>April<br />
</strong>Doch mit reisserisch vorgestellter Beschreibung zu Kinderpornographie (Zensursula) lässt sich viel besser Aufmerksamkeit erreichen, als mit wirksamen kleinen Schritten zu effektivem Kinderschutz.<br />
<a title="Permanent Link: …manchmal gibt es Wichtigeres ::: Kinder schützen" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/manchmal-gibt-es-wichtigeres-kinder-schuetzen">…manchmal gibt es Wichtigeres ::: Kinder schützen</a></li>
<li><strong>Mai<br />
</strong>Der Hagel ließ nach, doch stattdessen folgte nun sintflutartiger Regen.<br />
<a title="Permanent Link: Sintflutartiger Regen nach Hagel ::: Unwetter in Konstanz" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/sinflutartiger-regen-nach-hagel-unwetter-in-konstanz">Sintflutartiger Regen nach Hagel ::: Unwetter in Konstanz</a></li>
<li><strong>Juni<br />
</strong>&#8230;Keinen, wenn es um eine Runde geht, die keine Neuzugänge sucht; viele, wenn es um eine Partei geht, die gerade alles versucht um Mitglieder und Wähler zu bekommen.<br />
<a title="Permanent Link: Welchen Grund gibt es, bei manchen Themen auf eine bestimmte Gruppe “zuzugehen”?" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/welchen-grund-gibt-es-bei-manchen-themen-auf-eine-bestimmte-gruppe-zuzugehen">Welchen Grund gibt es, bei manchen Themen auf eine bestimmte Gruppe “zuzugehen”?</a></li>
<li><strong>Juli<br />
</strong>Zunächst hatte er noch keinerlei Symptome, doch am nächsten Morgen kamen Halsweh und Ansätze von Heiserkeit, die auch Schweinegrippesymptome sein könnten.<br />
<a title="Permanent Link: Panikmache Schweinegrippe oder doch bedenklich?" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/panikmache-schweinegrippe-oder-doch-bedenklich">Panikmache Schweinegrippe oder doch bedenklich?</a></li>
<li><strong>August<br />
</strong>Er ist wirklich wieder da. <img src="../wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" /> Hat alles soweit geklappt, nur seinen Laptop haben sie in Tel Aviv erst einmal einbehalten…<br />
<a title="Permanent Link: Zurück nach einem Jahr Freiwilligendienst in Palästina" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/zurueck-nach-einem-jahr-freiwilligendienst-in-palaestina">Zurück nach einem Jahr Freiwilligendienst in Palästina</a></li>
<li><strong>September<br />
</strong>Die Piraten wollen das Grundgesetz erhalten, dazu wird auf Dauer nicht nur der Schutz des Artikels 5 sondern auch der Artikel 1 gehören müssen und es genügt &#8211; auf Dauer &#8211; nicht für Menschen zu sein, die akzeptieren sollen, dass sie nur in männlicher Form wahrgenommen werden.<br />
<a title="Permanent Link: Liebe Kinderinnen und Kinder!" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/liebe-kinderinnen-und-kinder">Liebe Kinderinnen und Kinder!</a></li>
<li><strong>Oktober<br />
</strong>&#8220;<em>Als Fazit möchte ich die Auffassung darlegen, dass Deutschland und die deutsche Bevölkerung an Israel gerade deswegen Kritik üben sollte, weil sie eine riesige Verantwortung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk haben.</em>&#8221;<br />
<a id="post-2628" title="Permalink zu Bedeutet Schuld in der Vergangenheit Verantwortung für die Gegenwart? " rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/bedeutet-schuld-in-der-vergangenheit-verantwortung-fuer-die-gegenwart">Bedeutet Schuld in der Vergangenheit Verantwortung für die Gegenwart?</a></li>
<li><strong>November<br />
</strong>Für mich braucht es nach solchen Meldungen einen Moment zum Innehalten und der Trauer Raum geben.<br />
<a title="Permanent Link: Novemberstimmung : Depression : Traurigkeit" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/novemberstimmung-depression-traurigkeit">Novemberstimmung : Depression : Traurigkeit</a></li>
<li><strong>Dezember<br />
</strong>Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich bis auf einen ganz kleinen Kompromiss eine Wohnung, so wie ich sie haben wollte, so wie sie mir gefällt.<br />
<a title="Permanent Link: Hat es sich gelohnt, gut ein Jahr eine bewohnte Baustelle zu haben?" rel="bookmark" href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/hat-es-sich-gelohnt-gut-ein-jahr-eine-bewohnte-baustelle-zu-haben">Hat es sich gelohnt, gut ein Jahr eine bewohnte Baustelle zu haben?</a></li>
</ul>
<p>Im Grunde gäbe es jetzt sogar Gelegenheit für einen Rückblick aufs Jahrzehnt:</p>
<p><strong>2000-2009</strong> war für mich besser als die 90-er Jahre, die schon besser waren als die 80-er, auch wenn die schon Fortschritte gegenüber den 70-ern hatten.</p>
<p>Ja, aus meiner Sicht will ich ganz sicher keines der bisherigen Jahrzehnte zurück, je länger es zurückliegt desto weniger. Mein Ziel ist diesen Verlauf beizubehalten, so dass ich nach dem nächsten Jahrzehnt 2019/2020 wieder sagen kann: dieses Jahrzehnt war besser als seine Vorgänger. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		<item>
		<title>22. Tür Baustellenadventskalender 2009</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/22-tuer-baustellenadventskalender-2009</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 16:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der zwölfte Monat endete bald und ich wollte wenigstens keine echte Baustelle mehr, am Ende der 52. Woche &#8211; das war mein erklärtes Hauptziel. Das heutige 22. Türchen des Adventskalenders handelt von dem Schlussspurt der &#8220;echten&#8221; Baustelle. Letztes Stück streichen: Baustelle zwoelfter Monat Streichen und Boden legen letzter Tag der letzte Boden wird verlegt Baustelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der zwölfte Monat endete bald und ich wollte wenigstens keine echte Baustelle mehr, am Ende der 52. Woche &#8211; das war mein erklärtes Hauptziel. Das heutige 22. Türchen des Adventskalenders handelt von dem Schlussspurt der &#8220;echten&#8221; Baustelle.</p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_63_zwoelfter_monat_2009_utele_eu.jpg" alt="" width="300" height="400" /> Letztes Stück streichen: Baustelle zwoelfter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_64_zwoelfter_monat_2009_utele_eu.jpg" alt="" width="400" height="300" /> Streichen und Boden legen letzter Tag</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_65_zwoelfter_monat_2009_utele_eu.jpg" alt="" width="400" height="300" /> der letzte Boden wird verlegt Baustelle letzter Tag</li>
</ul>
<p>Ich war am Ende, ich wollte nicht mehr, ich konnte keine Baustelle mehr sehen. Mein Ziel war es wenigstens unter einem Jahr als Baustellenende definieren zu können, weil alle Wände tapeziert und gestrichen und alle Böden verlegt  wären. Roland nahm die letzten noch verbliebenen Urlaubstage und es wurde trotzdem unheimlich knapp.</p>
<p>An einigen Stellen sah ich erst beim Gipsen, wie uneben manch eine Wand doch noch war. Mehrfach dachte ich, ich bräuchte nicht mehr viel Gips und kaufte einen kleineren Sack, schlussendlich waren es doch rund sechzig Kilo Gips nur für die letzten Abschlussarbeiten. Bei Roland waren sechzig Kilo recht schnell weg gewesen, er arbeitete mit großen Eimern und Kellen um überhaupt wieder Putz aufzubauen. Ich wanderte mit einem kleinen Gipsbecher von Loch zu Loch, von unebener Stelle zu ungerader Kante. Allein fürs Gipsen in dem letzten Raum &#8211; der bis ganz zum Schluss noch Malzimmer war &#8211; brauchte ich rund sechszehn Stunden. Hinzu kamen meine &#8220;Spielecken&#8221; um die Glasbausteine herum sollte noch ein Fliesenmosaik, ein altes Küchenbuffet bekam ebenfalls ein solches Mosaik als Abstellfläche. All diese doch ziemlich Dreck machenden Tätigkeiten mussten abgeschlossen sein, bevor wir auch den letzten Raum tapezieren und streichen konnten. Vor allem hätte der weiße Laminatboden sonst nicht verlegt werden können.</p>
<p>Es war Sommer, dieser Zieltermin war uns beiden immens wichtig. Als gut eine Woche vorher klar wurde, dass ich es unmöglich schaffen könnte auch alle Möbel &#8211; die ich noch behandeln oder umarbeiten wollte &#8211; vorher fertigzustellen, überlegte ich mir eine Strategie. Kurz hatten wir den Gedanken den Endtermin zu verschieben, aber wir dachten beide, dass es dann zu einer <span lang="en">never-ending-story</span> werden könnte, das war also keine Option. Ich habe ja einen relativ großen und überdachten Balkon, um Möbel zu streichen und trocknen zu lassen würde der funktionieren. Nur an zwei, drei Tagen pro Jahr wird auch dieser Balkon nass. Mit ein bisschen Planung und einem Blick auf den Wetterbericht und einem kleinen bisschen Glück müsste das also klappen.</p>
<p>Ich konzentrierte mich daher auf alles was unbedingt noch nötig war, bevor mein Malzimmer keins mehr wäre. Es wurde eng, die Nachtschichten wurden häufiger, die Pausen fehlten ganz, aber am letzten Tag hatten wir es geschafft, <strong>365 Tage Baustelle waren <a title="...nach 365 Tagen Baustelle..." href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/nach-365-tagen-baustelle">zu Ende</a></strong>. Um kurz vor zehn Uhr abends strich ich das letzte Stück Wand und Roland sägte das letzte Stück Laminat. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir waren unheimlich erleichtert, dass das Schlimmste jetzt geschafft war. Es dauerte noch einige Wochen, bis auch die Möbel angepasst waren, bis alles eingerichtet war, aber es war jetzt eher wie nach einem größeren Umzug, es waren keine Gipssäcke mehr, keine großen Eimer Dispersion oder keine Kübel voll Streichputz mehr, die da standen.</p>
<p>Nach diesem Ende am Montag, gab es noch ein paar Tage, bevor Rüdi am Sonntag <a title="ein Jahr Freiwilligendienst in Palästina" href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/zurueck-nach-einem-jahr-freiwilligendienst-in-palaestina">nach einem Jahr Freiwilligendienst in Palästina</a> zurückkam. Es war eine guter Anlass noch einiges auch optisch schon mal soweit fertigzustellen. Rüdiger hatte ja Ostern zuletzt gesehen, wie es auf der Baustelle aussah, für ihn wäre es auf jeden Fall ein deutlich sichtbarer Unterschied. Doch mein Ziel bis dahin war es soweit zu haben, dass es so gut wie fertig wirken würde.</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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	</item>
		<item>
		<title>19. Tür Baustellenadventskalender 2009</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/19-tuer-baustellenadventskalender-2009</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 16:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Juni ging zu Ende, es begann der Juli und damit kamen wir in den 11. Monat Baustelle, ich berichte heute bis einschließlich zur 45. Baustellenwoche, die am 12. Juli endete. In diesen beiden Wochen war Roland wieder durchgehend in England, unter anderem in Lytham. Treppenhaus in grün: Baustelle elfter Monat Pizzaservice: Baustelle elfter Monat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Juni ging zu Ende, es begann der Juli und damit kamen wir in den 11. Monat Baustelle, ich berichte heute bis einschließlich zur 45. Baustellenwoche, die am 12. Juli endete. In diesen beiden Wochen war Roland wieder durchgehend in England, unter anderem in <a href="../einfach-so/ein-paar-einduecke-zu-lytham">Lytham</a>.</p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_54_elfter_monat_2009_utele_eu.jpg" alt="" width="300" height="400" /> Treppenhaus in grün: Baustelle elfter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_55_elfter_monat_2009_utele_eu.jpg" alt="" width="300" height="400" /> Pizzaservice: Baustelle elfter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_56_elfter_monat_2009_utele_eu.jpg" alt="" width="400" height="300" /> noch immer keine Küche</li>
</ul>
<p><a href="../familiaeres/freiwilligendienste-weltweit-palaestina">Rüdi war weiterhin in Palästina</a> und ich hatte die Nase voll. Es reichte jetzt einfach so endgültig, ich wollte nicht mehr. Ich konnte keinen Dreck mehr sehen, ich hatte keine Lust mehr ständig irgendwas zu suchen, wegzuräumen, zu putzen. Es reichte jetzt.</p>
<p>Inzwischen war ich keinen Argumenten mehr zugänglich und bestand darauf, dass es jetzt reicht. Von den vergangenen 45 Wochen hatte ich gut eine nicht auf der Baustelle verbracht, Roland waren inzwischen 20 Wochen entgangen. Anfangs war er teils noch in Belgien ab Dezember war es nur noch immer wieder England.</p>
<p>Zwanzig Wochen, das war fast die Hälfte und mir war inzwischen egal warum und wo er gerade hinmusste.</p>
<p>Als er dieses Mal zurück kam, bestand ich darauf, dass jetzt die Baustelle erstmal Vorrang habe. Ich war nur noch genervt, ich wollte nicht mehr. Mir ist ein Zuhause als Rückzugsort sehr wichtig und das gab es so einfach nicht, seit inzwischen elf Monaten nicht mehr. Nochmal war ich nicht bereit einzusehen, was alles so wichtig sein könnte.</p>
<p>In diesem Fall hatte ich Glück, denn die  <a href="../nachdenkliches/panikmache-schweinegrippe-oder-doch-bedenklich">Schweinegrippe</a> kam mir zu Hilfe. Nach ersten  Befürchtungen über einige Tage,  Roland könnte sich angesteckt haben, war Roland erstmal hier. Dank der zu befürchteten Epidemie wurden in Rolands Firma sowieso einige Reisen in Richtung England gestrichen. Daher war es für ihn in dieser Zeit auch nicht sehr schwierig durchzusetzen, dass er vorerst nicht nach England wollte.</p>
<p>In der Zwischenzeit wurde unser Treppenhaus renoviert, nach schmutzig-gelb-grauen, tieftraurigen Wänden und Türen kam jetzt mit frischem &#8211; sehr klaren Grüntönen &#8211; etwas lebendig-Frisches in Haus.</p>
<p>Allerdings sah damit das Treppenhaus jetzt besser aus, als unsere Wohnung. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich wollte kein Essen vom Pizzaservice mehr, ich konnte alles was die Bäckerei im Haus so anbietet nicht mehr sehen, ich hatte genug.</p>
<p>Die halbangefangene Küche hatte ein paar Schränke und eine nicht-angeschlossene Spülmaschine &#8211; doch sie war weit davon entfernt als Küche genutzt werden zu können.</p>
<p>Die Kochinsel stand nicht, damit auch kein Herd, der Backofen war nicht angeschlossen, die Spüle fehlte. Die Küchenschränke waren leer, noch war alles über mehrere Stockwerke an verschiedenen Stellen verteilt.</p>
<p>In diesen letzten Wochen bevor es wieder eine Küche gab, hatte Roland gar keine Lust mehr auf seinem Zweiplattenherd zu kochen, das ein oder andere Schnellgericht &#8211; wie Wurstsalat &#8211; kam schon vor, doch überwiegend gab es Pizzaservice, Würstchenbude, oder mal essen gehen.</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		<title>14. Tür Baustellenadventskalender 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 16:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen Ende März bis zum 13. April arbeiteten wir massiv daran, einige erste Ecken fertigzustellen. Der heutige Zeitraum geht bis zur zur 33. Woche im achten Monat nach Baustellenstart. Denn unser wichtigster Zieltermin war natürlich Rüdis Ankunft am Gründonnerstag, den 9. April für einen guten Zwischenstand. Ute tapeziert: Baustelle achter Monat Ute tapeziert: Baustelle achter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Ende März bis zum 13. April arbeiteten wir massiv daran, einige erste Ecken fertigzustellen. Der heutige Zeitraum geht bis zur zur 33. Woche im achten Monat nach Baustellenstart. Denn unser wichtigster Zieltermin war natürlich Rüdis Ankunft am Gründonnerstag, den 9. April für einen guten Zwischenstand.</p>
<ul class="albumlistre">
<li><img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_39_achter_monat_2009_utele_eu.jpg" width="400" height="300" /> Ute tapeziert: Baustelle achter Monat</li>
<li><img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_40_achter_monat_2009_utele_eu.jpg" width="400" height="300" />Ute tapeziert:   Baustelle achter Monat</li>
<li><img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_41_achter_monat_2009_utele_eu.jpg" width="300" height="400" /> Ute und Rüdi Ostern 2009</li>
</ul>
<p>Eine Woche war Roland auch in dieser Zeit wieder in England, aber ein paar Tage inklusive einem Wochenende blieben danach noch bis zu Rüdigers Ankunft. <a title="von Palästina nach Konstanz" href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/von-talitha-kumi-in-palaestina-nach-konstanz-flug-gebucht">Rüdigers Flug hatte ich gebucht</a>, weil er ständig Internetausfälle hatte und so nicht selbst buchen konnte. Ich vermute mal, so arg oft kommt es nicht vor, dass in Konstanz von Tel Aviv nach Zürich und zurück gebucht wird, sonst ist das eher umgekehrt. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Am 9. April kam er tatsächlich an und in den paar Tagen gab es einige Male Gelegenheit <a title="...grad mal nicht in Palästina" href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/grad-mal-nicht-in-palaestina">etwas gemeinsam zu unternehmen</a>.</p>
<p>Wir hatten es bis dahin geschafft den Flur und die spätere Wäscheecke fertigzustellen. Sowohl zum Lackieren, wie zum Tapezieren, als auch zum Streichen war das eine der aufwändigsten Ecken überhaupt. Es gibt da nicht eine größere Wand, sondern immer sind Türrahmen, Fenster, Innenecken oder Außenecken mit drin.</p>
<p>Meist schätze ich ja meine Kleistermaschine, für den Flur wäre die jedoch kaum nötig gewesen, denn es gab nahezu keine ganze Bahn, fast jede musste ich anpassen. </p>
<p>Die Kleistermaschine ist jedoch klasse, wenn es einige größere Wände gibt, dann kann ich gut auch ohne Hilfe recht zügig vor mich hin kleben. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Roland bastelte in dieser Zeit überwiegend im oberen Stock an seinen Verkabelungen, das waren ja auch einige Meter und auch anzuschliessen und zu verdrahten gab es einiges. </p>
<p>Selbst wenn wir selten direkt in demselben Raum arbeiteten, so machte es doch uns beiden trotzdem mehr Spaß zeitgleich an der Baustelle zu werkeln, als zeitversetzt. Ein paar Stunden Unterschied waren da natürlich meist trotzdem, denn Roland nahm sich die Frühschicht, in der er am produktivsten war, während ich eher die Nachtschicht nutzte um jeweils noch etwas abzuschließen. </p>
<p>Als Rüdi schließlich ankam, war so immerhin eine erste Struktur zu erkennen, wie es mal werden soll, denn immerhin der Eingangsbereich war sogar fertig.</p>
<p>Aus unserer Sicht sah es gerade besonders toll aus, erst Rüdis &#8220;oh Mann&#8221; zeigte deutlicher, dass ihm wohl nicht klar war, welche Großbaustelle wir da angefangen hatten und dass wir tatsächlich noch nicht fertig waren. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		<title>8. Tür Baustellenadventskalender 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 16:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute geht es um den Zeitraum vom 16. Dezember bis  Ende Dezember, wir waren am Ende bereits im fünften Baustelle und in der 18. Woche. Zunächst war ich gar nicht da, wie schon gestern erzählt, war ich in Palästina. Roland hatte das Ziel alle groben Löcher und fehlenden Wände so weit fertig zu gipsen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute geht es um den Zeitraum vom 16. Dezember bis  Ende Dezember, wir waren am Ende bereits im fünften Baustelle und in der 18. Woche. Zunächst war ich gar nicht da, wie schon gestern erzählt, war ich in Palästina. Roland hatte das Ziel alle groben Löcher und fehlenden Wände so weit fertig zu gipsen, dass sie zumindest nicht mehr wie schweizer Käse aussähen.</p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_22_vierter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="Baustellenimpressionen" width="300" height="400" /> Roland mal wieder beim Gipsen Baustelle vierter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_21_fuenfter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="Baustellenimpressionen" width="400" height="300" /> Silvester auf der Baustelle fuenfter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_23_fuenfter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="Baustellenimpressionen" width="400" height="300" /> Raclette, Scrabble und Baustelle fuenfer Monat</li>
</ul>
<p>Als ich ging gab es noch sehr viele sehr große Löcher und teils auch ganze Wandstücke an den Ansätzen zu Durchbrüchen, die fehlten. <a title="siehe auch die 24. Tür 2008" href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/24-tuer-baustellenadventskalender">Roland verteilte dann Unmengen von Gips</a>, kümmerte sich um einiges an Müll, entfernte noch den ein oder anderen Boden, den er ebenfalls entsorgte und so kam ich zu meinem Weihnachtsgeschenk. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Insbesondere Müll gab es unglaublich viel, denn sowohl alte Holzdecken, wie auch Laminat-, PVC- und auch Fliesenböden waren zu entsorgen. Hinzu kamen alte Kabel, alte Wasser- und Heizungsrohre, Bauschutt, alte Verkleidungen von Rohren usw. Den einen Balkon hatten wir komplett voll als ich ging, da große und schwere Sachen entsorgen eben nicht gerade zu meinen Tätigkeiten gehörte.</p>
<p>In meiner Woche in Palästina genoß ich ein beheiztes Bad und eine Dusche, die nicht irgendwo drumrum noch ungegipste Wände oder Teile eines Estrichbodens hatte. Weil ja trotz Baustelle bald Weihnachten war, kümmerte ich mich auch noch um Geschenke, so weit ich sie noch nicht hatte und viele hatte ich dank Baustelle noch nicht. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Weihnachten verbrachten wir &#8211; wie jedes Jahr &#8211; bei Rolands Eltern in Freudenstadt, also mit beheizten Räumen, Tapeten an den Wänden und sogar einem Weihnachtsbaum mit schönem altem Schmuck und echten Kerzen. Das ist auch in anderen Jahren schön, in diesem Jahr war es besonders toll, wenigstens eineinhalb Tage keine Baustelle zu haben. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zwischen Weihnachten und Silvester bauten wir weiter. Roland kümmere sich um Verkleidungen, ich schliff und strich Heizkörper, denn solange diese Ecken nicht fertig waren, würden wir weiter nur mit einem geliehenen Heizlüfter im Bad auskommen müssen. Fertigstellen konnten wir das Bad ja auch nicht, weil wegen des kaputten Heizrohrs dort ja noch keine Verkleidung hin konnte.</p>
<p>Silvester feierten wir abends auf der Baustelle mit Raclette und machten es uns beim Scrabble spielen so gemütlich wie möglich. Nach langer Zeit Baustelle, klappt es irgendwann auch kahle Wände und fehlende Bodenbeläge weitgehend zu ignorieren und sich stattdessen über einen sauberen Tisch ohne Werkzeug zu freuen. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		<title>7. Tür Baustellenadventskalender 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 16:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vierter Monat oder auf der Baustelle die 16. Woche bis Mitte Dezember, manches  ist inzwischen Routine. Als es endgültig zu kalt wurde um auf dem Balkon länger zu sitzen, wanderte die Kaffeeecke in das ehemalige Rüdi-Zimmer auf den Boden am Fenster. Dort blieb sie auch fast bis Baustellenende. Auf einem Tablett der Wasserkocher, die Kaffeemühle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vierter Monat oder auf der Baustelle die 16. Woche bis Mitte Dezember, manches  ist inzwischen Routine. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Als es endgültig zu kalt wurde um auf dem Balkon länger zu sitzen, wanderte die Kaffeeecke in das ehemalige Rüdi-Zimmer auf den Boden am Fenster. Dort blieb sie auch fast bis Baustellenende. Auf einem Tablett der Wasserkocher, die Kaffeemühle und die Bodum-French-Press-Kanne. Denn zumindest gut muss Kaffee einfach immer sein. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_18_vierter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="Baustellenimpressionen" width="400" height="300" /> Kaffeeecke auf dem Boden Baustelle vierter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_19_vierter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="Baustellenimpressionen" width="400" height="300" /> Roland gipst Baustelle vierter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_20_vierter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="Baustellenimpressionen" width="299" height="400" /> Treppenloch ausgegossen Baustelle vierter Monat</li>
</ul>
<p>Anfang Dezember gab es viele Ecken, die vor allem Zeit kosteten, Roland gipste schlussendlich bis Weihnachten. Genau verfolgt habe ich es nicht, aber insgesamt waren mindestens 20 Säcke Zement, einige große Säcke Mörtel und mindestens 70 große Säcke Gips. </p>
<p>Denn nur allein für den letzten Feinschliff habe ich schon fast zehn Säcke verarbeitet und die großen Löcher hat alle Roland gegipst. Das Ganze war schon auch eine ziemlich Materialschlacht, denn so ein guter alter Golf schafft nicht mehr als sieben oder acht Säcke Zement bei einer Fahrt.</p>
<p>Die Decke des Treppenlochs bekam Rigipsplatten auch hier lassen sich nur ein paar auf einmal  pro Fahrt transportieren. Roland gipste und hatte damit ein paar Stellen bei denen auffiel was er gemacht hatte. Ich hatte so undankbare Stellen wie Tapeten entfernen, verschmierte Silikonreste entfernen, Dispersionsfarbe von Kunststofffensterrahmen entfernen, siehe auch die <a title="17. Tür 2008" href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/17-tuer-baustellenadventskalender">17. Tür des letztjährigen Baustellenkalenders</a>.</p>
<p>In den letzten dieses Zeitraums organisierte ich noch einige Kleinigkeiten, denn am 16.12. flog ich ab <a href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/ute-fliegt-nach-palaestina">Zürich nach Palästina</a>. </p>
<p>Erstmals in meinem Leben brauchte ich einen Pass. Ich las wegen des Gepäcks nach, denn die Kontrollen für Tel Aviv sind bekanntermaßen eher kleinlich. </p>
<p>Rüdi wollte noch das ein oder andere und ich musste ein bisschen suchen, um einen Koffer für eine Woche bei deutlich wärmeren Temperaturen packen zu können. Auf einer Baustelle mit vielem was verpackt ist, war das teils noch aufwändig. </p>
<p>Ansonsten vergnügte ich mich weiter mit allen Ecken, die sauber sein mussten, weil Roland ja ein bisschen Zeit ohne mich auf der Baustelle hatte, bevor ich am 23. abends zurück käme. </p>
<p>Zu dieser Zeit war ich gerade allein, denn Roland war in England. Nicht umsonst waren es am Ende 22 Wochen der Baustellenzeit, die er in England verbrachte.</p>
<p>Achso Adventszeit. Nun, die ging an mir vorbei, sowohl Baustelle, wie auch Palästina und eine ganz andere Umgebung haben wenig mit einer besinnlichen, deutschen Adventszeit zu tun.</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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	</item>
		<item>
		<title>4. Tür Baustellenadventskalender 2009</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 16:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Monat bis zum 27.10.08 war schon einiges ziemlich kaputt, aber es war wieder soweit sauber. Wir hatten 1999 bei Einzug unser Bad neu gemacht, es war jedoch das erste Mal, dass Roland Wände baute, größere Flächen gipste und Fliesen verlegte. An einigen Stellen waren die Fliesen deshalb schon sehr krumm. Bad: Baustelle zweiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Monat bis zum 27.10.08 war schon einiges ziemlich kaputt, aber es war wieder soweit sauber. Wir hatten 1999 bei Einzug unser Bad neu gemacht, es war jedoch das erste Mal, dass Roland Wände baute, größere Flächen gipste und Fliesen verlegte. An einigen Stellen waren die Fliesen deshalb schon sehr krumm. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_09_zweiter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="" width="400" height="300" /> Bad: Baustelle zweiter Monat</li>
<li class="clear"><img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_10_zweiter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="" width="400" height="300" /> Badewanne: Baustelle zweiter Monat</li>
<li class="clear"> <img src="/images/blog/web_baustelle/baustellenkalender_09/baustelle_11_zweiter_monat_2008_utele_eu.jpg" alt="" width="298" height="400" /> Roland im Bad: Baustelle zweiter Monat</li>
</ul>
<p>Es war uns bisher zwar aufgefallen, aber auch viele andere Stelle der Wohnung waren nicht gerade perfekt, denn wir hatten damals nur drei Monate Zeit und auch da arbeiteten wir beide Vollzeit. Manches musste deshalb einfach fertig werden, denn der Auszugstermin aus der Mietwohnung stand und wir wollten dem damals zehnjährigen Rüdiger auch keine Baustelle als Wohnung zumuten.</p>
<p>Seit 1999 hatten wir jedoch die ein oder andere weitere Baustelle, mal in der Wohnung, weil wir z.B. aus Platzgründen den Kachelofen entfernten; aber vor allem im Laden war es sowohl der erste grundlegende Umbau und später noch die ein oder andere Ergänzung. Nach den ersten Wochen dieser Baustelle und einigen Jahren Erfahrung wussten wir, dass wir ein Bad inzwischen deutlich besser hinbekommen würden. Vor allem Roland störten die krummen Fliesen, denn als jemand, der gern auch häufiger mal in der Badewanne liegt, hat er immer wieder Gelegenheit auch genauer zu gucken.</p>
<p>cnsbesondere ich war ganz sicher, wenn wir diese Großbaustelle jemals beenden würden, dann wäre ich nicht bereit ein, zwei Jahre später wieder mit Fliesen abschlagen, Bauschutt und Dreck anzufangen.</p>
<p>Wir zerstörten also das Bad. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Im Bad laufen sehr viele Rohre, nicht nur die Wasserrohre auch ein großer Teil der nachträglich eingebauten Zentralheizung läuft durchs Bad. Wenn schon, dann richtig, hieß deshalb auch einige der Verkleidungen entfernen und neu aufbauen.</p>
<p>Glück und Pech kamen noch zusammen bei dieser Entscheidung. Pech war, dass die Heiungsmonteure sagten, das Bad können sie erst fertigstellen, wenn auch alle anderen Heizkörper fertig sind. Noch mehr Pech war, dass wir damit einige Wochen keine Heizung im Bad hatten. Ich war zeitweise ziemlich genervt siehe auch den <a href="http://www.utele.eu/blog/einfach-so/baustelle/19-tuer-baustellenadventskalender">Beitrag zum Bad im letztjährigen Adventskalender</a>. Glück dabei war, dass das undichte Heizungsrohr so während des Umbaus auffiel, es liegt jetzt wieder hinter einer gefliesten Verkleidung. Wäre es erst danach aufgefallen hätte es eine weitere Baustelle bedeutet.</p>
<p>Es dauerte lange, bis wir wieder ein richtiges Bad mit Heizung hatten, als ich in der <a href="http://www.utele.eu/blog/familiaeres/ute-fliegt-nach-palaestina">Woche vor Weihnachten in Palästina</a> war, sagte Rüdi ich dürfe bei Bad und Heizung keine deutschen Verhältnisse erwarten. Nun, ich habe es genossen, eine richtige Dusche, in einem warmen Badezimmer hatte ich schon lange nicht mehr gehabt. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
Hinweis für Feedleser: Beiträge, die Quellcode enthalten sind auf der Webseite meist besser lesbar, als in einem Feed-Reader. Digitaler Key: 27c251b1fd656a9e0a610a24501cf643)</small>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Baustelle]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall ::: 9.11.09</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/einfach-so/zwanzig-jahre-nach-dem-mauerfall-9-11-09</link>
		<comments>http://www.utele.eu/blog/einfach-so/zwanzig-jahre-nach-dem-mauerfall-9-11-09#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 18:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
				<category><![CDATA[einfach so]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenkliches]]></category>
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		<category><![CDATA[ute]]></category>

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		<description><![CDATA[Rüdiger und Ute Herbst 1989 An mir ging ein großer Teil des Mauerfalls damals vorbei. Warum? Nun, ich hatte da ein knapp vier Monate altes Baby, welches sehr fröhlich und charmant war, jedoch zwei &#8211; ziemlich anstrengende &#8211; Nachteile hatte. Rüdiger spuckte jedwede Nahrung, auch Muttermilch in großen Mengen. Das bedeutete täglich zehn- bis zwanzigmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul class="albumlistre">
<li><img src="/images/blog/2009_III/ute_ruedi_herbst_1989_auf_utele_eu.jpg" alt="Rüdi etwa 4 Monate alt" width="300" height="224" /> Rüdiger und Ute Herbst 1989</li>
</ul>
<p>An mir ging ein großer Teil des Mauerfalls damals vorbei. Warum? Nun, ich hatte da ein knapp vier Monate altes Baby, welches sehr fröhlich und charmant war, jedoch zwei &#8211; ziemlich anstrengende &#8211; Nachteile hatte.</p>
<p>Rüdiger spuckte jedwede Nahrung, auch Muttermilch in großen Mengen. Das bedeutete täglich zehn- bis zwanzigmal ihn und oft auch mich umziehen, denn nach jeder Mahlzeit kam ein großer Teil in einem Schwall einfach wieder raus. Das bedeutete einiges an Wäsche, putzen und zusätzlichem Aufwand.</p>
<p>Außerdem benötigte dieses Kind nur sehr wenig Schlaf, er kam mit höchstens acht Stunden aus. Leider nur sehr ungern nachts oder gar am Stück, sondern am liebsten:</p>
<ul>
<li>auf dem Arm</li>
<li>im Kinderwagen</li>
<li>im Auto</li>
<li>im Bereich von 20-40 Minuten am Stück</li>
</ul>
<p>Ich brauche an sich nicht übertrieben viel Schlaf auch damals schon nicht, aber es blieben so über Monate selten mehr als insgesamt vier Stunden, meist noch mit einer Unterbrechung.</p>
<p>Dementsprechend war ich so von Oktober bis Dezember nicht mehr wirklich klar im Kopf. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Die Spuckerei hörte übrigens ziemlich genau nach einem halben Jahr auf und auch das Schlafbedürnis stieg und wurde auf Dauer richtig erholsam&#8230; <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Mauerfall mit Vorgeschichte</h3>
<p>Ich denke anfangs ging es mir wie vielen meiner Generation. Für uns gab es nur DDR und BRD mit Mauer, alles andere waren Geschichten im Stil von &#8220;Opa erzählt vom Krieg&#8221;.  Zunächst einmal war es unvorstellbar, dass es plötzlich zu Ende sein sollte mit der Ostzone, wie meine Familie sie nannte.</p>
<p>Zwischendurch bei den ersten Anzeichen dachte ich schon einmal, es könnte doch klappen, doch dann verlief manches wieder im Sande. Ausreisen gabs schon, aber eben über Prag und ganz kompliziert. Als die Nachrichten vom Mauerfall berichteten war ich nicht überzeugt. Ich dachte die schlagen das alles wieder nieder, machen wieder dicht und gut ist.</p>
<p>Dass die Mauer wirklich gefallen war wurde mir erst zur Jahreswende klar, als die Berichte nochmal kamen und es noch immer keine neue Mauer gab. Für mich war es trotzdem zunächst undenkbar, wie aus der DDR und uns was Gemeinsames werden sollte. Meine Wirklichkeit bis dahin war geprägt vom Sport und der Konkurrenz die zwischen den Sportlern der BRD und der DDR deutlich heftiger war, als gegenüber anderen Ländern. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie sich das plötzlich ändern sollte.</p>
<h3>Nach der Mauer</h3>
<p>Erstaunlicherweise klappte das jedoch recht gut, denn ich denke zumindest aus meiner Sicht wurden nach und nach die Hinweise auf die Herkunft der jeweiligen Sportler weniger. Etwa nach zehn Jahren war es nicht mehr nötig zu erwähnen wer aus der ehemaligen DDR kam. Bei vielem anderen klappte es leider bei weitem nicht so selbstverständlich.</p>
<p>So wie viele Menschen Eigenschaften auf die Herkunft schieben, wenn es um Ausländer geht, ebenso geht es mit denjenigen, die aus dem Gebiet der ehemaligen DDR stammen. Immer wieder höre ich beim Einkaufen oder im Vorbeigehen Sprüche wie: &#8220;&#8230; ist ja aus Wo-auch-immer, da sind die alle so&#8221; Klar solche Sätze gibt es schon auch mal gegenüber denen aus dem Norden oder der Mitte Deutschlands, aber das ist seltener und meist nicht ganz so pauschal abwertend.</p>
<h3>Zukunftsaussichten</h3>
<p>Ich denke schon, dass noch einiges zu tun ist, bis Wessis und Ossis nicht mehr wichtigere Attribute sind als &#8220;die Norddeutschen, die Süddeutschen&#8230;&#8221; Klar, schön wäre, wenn es schneller gegangen wäre, doch ich denke der Mauerfall traf viele Erwachsene, für die es nichts anderes gab als eine DDR. Viele haben das auch ihren Kindern noch vermittelt, für die die Mauer ebenso irreal ist, wie für meine Generation damals ein Deutschland ohne Mauer.</p>
<p>Lesenswert und völlig unterschiedlich sind folgende Artikel:</p>
<ul>
<li><a title="ein Bericht aus der Ferne ::: morgenlandfahrt" href="http://www.morgenlandfahrt.net/2009/11/10/9-november-1989-ein-bericht-aus-der-ferne-ganz-nah">Markus, der von einem Interview</a> mit einer Frau berichtet, die aus der DDR stammend zunächst einmal ins Ausland ging</li>
<li><a title="Mauerfall Erinnerungen Dieter Welzels Blog" href="http://www.dieter-welzel.de/blog/20-jahre-nach-dem-mauerfall-erinnerungen/">Dieter der an diesem Abend</a> gerade in einer Diskussion über die Einheit war</li>
<li><a title="Rückblick auf den 9.11.89" href="http://schneeschmelze.wordpress.com/2009/11/09/ruckblick-auf-den-9-november-1989-ii/">Jürgen schreibt davon, dass viele auch etwas verloren</a> durch den Mauerfall (Artikel auf englisch)</li>
<li><a href="http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/7-Lesevergnuegen.html">Matthias hat einen Lesetipp</a> zum Mauerfall</li>
<li>erschreckend wie wenig viele Deutsche wissen: <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-10/quiz-mauerfall">Quiz zum Mauerfall</a> bei zeit.de anfangs war es noch schlechter, aber nach wie sind über 60% der Antworten der Teilnehmer falsch</li>
<li><a href="http://grochtdreis.de/weblog/2009/11/09/der-tag-als-die-mauer-fiel/">Jens beschreibt wie sich ein Prof weigerte </a>diese aktuelle Geschichte im Politikstudium anzusprechen und wie das so gar nicht zu seinem Informationsbedürfnis passte</li>
<li>&#8230;und noch ganz was anderes: Ja unsere Mauer ist weg und <a title="Protestierer durchbrechen die Mauer : alles Schall und Rauch" href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/11/protestierer-durchbrechen-mauer-in.html">was ist mit der Mauer in Palästina? </a></li>
</ul>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		</item>
		<item>
		<title>Gefärbte Esel werden zum Zebra ::: Palästina</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/utele-frido/gefaerbte-esel-werden-zum-zebra-palaestina</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 12:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
				<category><![CDATA[utele & frido]]></category>
		<category><![CDATA[frido]]></category>
		<category><![CDATA[gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
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		<description><![CDATA[Zebras im palästinensischen Zoo Vor kurzem ging durch alle Medien die Mitteilung des Zoodirektors der in Palästina Esel zu Zebras &#8220;umbaute&#8221;. Da Israel den Gaza-Streifen seit Jahren von der Außenwelt abriegelt wurden auch Tiere über Ägypten durch Tunnel in den Gaza-Streifen geschmuggelt. Der Zoo kam auf diesem Weg zu Wölfen, Füchsen, Hyänen, Schlangen und Affen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul class="albumlistre">
<li><img src="/images/blog/2009_III/esel_palaestina_die_presse_com_auf_utele_eu.jpg" alt="Screenshot von diepresse.com" width="400" height="300" />Zebras im palästinensischen Zoo</li>
</ul>
<p>Vor kurzem ging durch alle Medien die <a title="diepresse.com Zebras" href="http://diepresse.com/home/panorama/skurriles/513719/index.do">Mitteilung des Zoodirektors</a> der in Palästina Esel zu Zebras &#8220;umbaute&#8221;.</p>
<p>Da Israel den Gaza-Streifen seit Jahren von der Außenwelt abriegelt wurden auch Tiere über Ägypten durch Tunnel in den Gaza-Streifen geschmuggelt. Der Zoo kam auf diesem Weg zu Wölfen, Füchsen, Hyänen, Schlangen und Affen sowie sogar zu einem Löwenpaar.</p>
<p>Während des Gaza-Krieges wurde auch der Zoo beschossen, nach den Angriffen waren zunächst nur noch rund dreißig Tiere übrig. Manche konnten wieder eingefangen werden, z.B. die Löwen, die Esel jedoch wurden getötet. In absehbarer Zeit besteht keine Chance neue Tiere zu bekommen, abgesehen von den einheimischen Arten.</p>
<p>Der Direktor war jedoch der Meinung, dass die Kinder eine Attraktion brauchen, an der sie sich freuen können. Deshalb kam er auf die Idee Esel zu Zebras umzufärben. In dem Bericht, den ich letztens sah sagten die Mitarbeiter, es sei schwierig gewesen eine haltbare und ungiftige Farbe zu finden, verwendet wird jetzt wohl deutsche Haarfarbe.</p>
<p>Die befragten Eltern waren sich einig, dass die Kinder sich an dem Tag im Zoo an den Zebras freuen sollen, es würde genügen ihnen abends noch zu erklären, dass die Zebras nicht ganz echt seien.</p>
<p>Unterm Strich, ich meine grad im Gaza-Streifen können Kinder jede Aufmunterung brauchen und wenn da ein bisschen Haarfarbe dazu beiträgt, dann ist das prima.</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		<series:name><![CDATA[Palästina]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Bedeutet Schuld in der Vergangenheit Verantwortung für die Gegenwart?</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/bedeutet-schuld-in-der-vergangenheit-verantwortung-fuer-die-gegenwart</link>
		<comments>http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/bedeutet-schuld-in-der-vergangenheit-verantwortung-fuer-die-gegenwart#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 13:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenkliches]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[gaza]]></category>
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		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[rüdi]]></category>
		<category><![CDATA[verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[Rüdiger an der Mauer in Bethlehem Rüdiger schrieb für die aktuelle Ausgabe der Freiwilligenzeitschrift Wortwechsel Weltweite Initiative den folgenden Artikel, der im Original auf den Seiten 14-17 des PDFs zu finden ist. Ich meine es wäre schade, wenn der Artikel nur als PDF auffindbar wäre&#8230; Gedanken eines deutschen Freiwilligen über seine Verantwortung  und die Deutschlands [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul class="albumlistre clear">
<li> <img src="/images/blog/2009_II/ruediger_bethlehem_utele_eu.jpg" alt="Palästina" width="300" height="400" /> Rüdiger an der Mauer in Bethlehem</li>
</ul>
<p><a title="über Rüdiger" href="http://www.utele.eu/blog/ruediger">Rüdiger</a> schrieb für die aktuelle Ausgabe der Freiwilligenzeitschrift <a href="http://www.wortwechsel-weltweit.de/">Wortwechsel Weltweite Initiative</a> den folgenden Artikel, der im <a title="PDF der Freiwilligenzeitschrift von Wortwechsel " href="http://www.wortwechsel-weltweit.de/download.php?loc=ww_ausgabe15_september2009.pdf">Original auf den Seiten 14-17 des PDFs </a>zu finden ist. Ich meine es wäre schade, wenn der Artikel nur als PDF auffindbar wäre&#8230;</p>
<p><em>Gedanken eines deutschen Freiwilligen über seine Verantwortung  und die Deutschlands gegenüber Israel</em></p>
<p><em><br />
<strong>von Rüdiger Henss, Palästina</strong></em></p>
<p><em><strong></strong><br />
Rüdiger hat zehn Monate lang in der Begegnungsschule Talitha Kumi in Palästina gearbeitet.<br />
Gegen Ende drehte sich die Arbeit während des Lebens in Beit Jala um Sommercamps mit sozial schwachen Kindern.<br />
</em></p>
<p class="clear">Der Holocaust ist schon 70 Jahre her, dennoch stehen Deutschland und Israel aufgrund der Shoah in einer speziellen Beziehung.</p>
<p>Nach einem langen heißen Tag meines Jordanien-Urlaubs sitze ich mit zwei meiner Mitfreiwilligen auf einer Terrasse des Hostels, in dem wir heute übernachten. Einer der arabischen Mitarbeiter läuft auf uns zu und fragt uns, woher wir kämen — &#8220;Wir kommen aus Deutschland&#8221; antworteten wir. Die Worte &#8220;Ah — Deutschland, Hitler ist ein guter Mann&#8221; knallen gegen unsere Köpfe. Der Völkermord an den Juden lässt einen in Deutschland aufgewachsenen bei einem Freiwilligendienst in Israel und Palästina ebenso wenig los wie in einem der Nachbarstaaten, etwa Jordanien.</p>
<p>Eine der ersten Assoziationen besteht aus 13 Buchstaben: Bringen sie Pech oder eine Chance?</p>
<h3>— Verantwortung —</h3>
<p>Die Gründung des Staates Israel steht in unwiderruflicher Verbindung zum Massenmord der Deutschen an den Juden. In dieser Region, in der die Diskussion um die Deutschen und ihre Verantwortung so schnell nicht beigelegt werden kann und nicht soll, lebe ich für ein Jahr im Rahmen eines Freiwilligendienstes. Allerdings wohne ich nicht auf israelischem Boden, sondern in den palästinensischen Autonomiegebieten, in Beit Jala. Dies ist einer der Orte, die Israel besetzt, weil sie als gefährlich angesehen werden. Gebiete, in denen Menschen leben, die Israel nicht anerkennen oder die Israel vernichten wollen. Zumindest werden so die Besatzung und der Mauerbau von vielen Israelis gerechtfertigt.</p>
<p>Steht ein deutscher Volontär nun aus diesem Grund auf der Feindseite? Werde ich meiner Verantwortung gegenüber Israel nicht gerecht? Welche Verantwortung hat Deutschland oder ein deutscher Jugendlicher überhaupt?</p>
<p>Seit seiner Gründung hat sich der Staat Israel schnell entwickelt. In sechs Dekaden wuchs das neu gegründete Land zu einer bedeutenden wirtschaftlichen und politischen Kraft heran, wobei es stets besonders starke politische Unterstützung durch die USA erfuhr. Die großen Gegner Israels und die, die Israel als Gegner betrachten, sind die arabischen Länder, so erkennt abgesehen von Jordanien und Ägypten kein Land der Arabischen Liga Israel als Staat an. Die meisten Länder, die Israel nicht anerkennen, sind des Weiteren Mitglieder in der &#8220;Organisation der Islamischen Konferenz&#8221;. So wird sehr deutlich, dass sich die außenpolitischen Differenzen mit anderen Ländern in erster Linie auf arabisch-muslimische Länder beziehen. Dieser arabisch-israelische Konflikt hat viele religiöse Hintergründe, bezogen auf das &#8220;Heilige Land&#8221;. Das ist auch daran zu erkennen, dass sich der arabisch-israelische Konflikt territorial auf den Israel-Palästina Konflikt beschränkt. Die Konflikte mit dem Iran, dem Irak, Syrien oder dem Libanon sind inzwischen politisch.</p>
<p>Wo steht nun Deutschland zwischen alledem?<br />
Die israelische Regierung will nach wie vor Unterstützung aus Deutschland, da Deutschland nach Meinung vieler Israelis eine Verantwortung für das Land hat. So werden so manche deutschen Politiker mit Gegenpositionen vor den Kopf gestoßen, wie beispielsweise Frank-Walter Steinmeier, dem Israels Premierminister Benjamin Netanyahu bei einem Gespräch zum Thema des Siedlungsbaustopps sagte, dass das Westjordanland &#8220;nicht judenrein&#8221; sein dürfe. Damit wählte er bewusst einen Begriff aus der Hitlerzeit.</p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/2009_II/ich_bin_ein_berliner_utele_eu.jpg" alt="Palästina" width="400" height="300" /> Eines der unzähligen Mauerbilder in Bethlehem</li>
</ul>
<p>Deutsche Politiker stehen immer wieder im Mittelpunkt, wenn es um die Verantwortung geht. Während des Gaza-Krieges hat Angela Merkel die Haltung der deutschen Bundesregierung so formuliert, dass die Verantwortung für die Entwicklung in der Region &#8220;eindeutig und ausschließlich&#8221; bei der Hamas liege, darin sei sie sich mit dem Ministerpräsidenten Israels einig.</p>
<p>Daraufhin wurde ihr von einem Privatmann aus der Nähe von Hannover ein Appell per E-Mail geschickt, welcher viel Aufsehen erregte. In seinem Text versuchte er Frau Merkel deutlich zu machen, dass seiner Meinung nach die Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel nicht das blinde Wegschauen bedeute.</p>
<p>Ob ich mal wieder nach Jerusalem pendle oder von meinem Balkon aus eine Siedlerstraße und eine Siedlung sehe, stets kommt der Gedanke auf, inwieweit all dies gerechtfertigt ist. Wie schon geschildert steht die Rechtfertigung für viele Israelis außer Frage. Einige berufen sich auch auf den von Deutschen verübten Völkermord. Kritiker argumentieren hart dagegen und behaupten, Israel würde auf eine ähnliche Art und Weise mit den Palästinensern umgehen. Beide Argumentationslinien instrumentalisieren also die Shoah. Die Shoah ist eine nicht zu vergleichende, hoffentlich für immer einmalige schreckliche Mordreihe, die im Bezug auf aktuelle Kriege und Konflikte nicht als Vergleich verwendet werden darf.</p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/2009_II/klagemauer_pessachfest_auf_utele_eu.jpg" alt="Jerusalem, Israel" width="400" height="300" /> Klagemauer am Pessachfest</li>
</ul>
<p>Doch welche Auswirkungen hat nun die deutsche Vergangenheit auf die Einzelperson, die nur durch ihre Großverwandtschaft einen indirekten Bezug zur Shoah hat? Sagt man in Israel, dass man aus Deutschland ist, trifft man meist auf eine positive Rückmeldung. Man wird häufig nicht anders wahrgenommen als ein anderer Ausländer. Man meint fast zu vergessen, welche Vergangenheit hinter einem liegt. Doch sollte man nicht wach gerüttelt werden, wenn man von Situationen wie von der meiner Mitfreiwilligen hört, der vor die Füße auf den Boden gespuckt wurde und die als &#8220;Verräterin&#8221; bezeichnet wurde, nur weil sie einem israelischen Mann erzählt hatte, dass sie als Freiwillige in Palästina arbeitet? Auf der palästinensischen Seite bekommt man bezüglich seines Herkunftsortes zu hören, dass Hitler ein guter Mann gewesen sei, schließlich habe er die Juden gehasst. Zwar lenken einige ein, wenn man den Menschen klar macht, dass Hitler am Tod von unzähligen Menschen schuld ist, aber dennoch ist der Gedanke in vielen Köpfen präsent, dass Hitler kein schlechter Mann war.<br />
In solchen Situationen wird einem rasant klar, das doch bei weitem noch nicht alles vergessen ist und dass auch eine junge Einzelperson aus Deutschland Verantwortung zeigen muss.</p>
<p>Welche Verantwortung kann man nun den Deutschen zuweisen? Verallgemeinern kann man sowieso nichts, aber die Vergangenheit darf nicht aus der Erinnerung gelöscht werden. Deutschland setzt sich zwar seit Jahren mit dem auf seinem Boden verübten Völkermord auseinander, was aber nicht zur Folge haben sollte, dass die historischen Ereignisse aus den Köpfen verschwinden.</p>
<ul class="albumlistre">
<li> <img src="/images/blog/2009_II/andacht_talitha_kumi_auf_utele_eu.jpg" alt="Beit Jala, Palästina" width="400" height="300" /> Andacht zum Gedenken des Gazastreifens in der Schule Talitha Kumi</li>
</ul>
<p>Ob sich nun Menschen wie Felicia Langer, die zuletzt medial sehr präsent war, nachdem ihr das Bundesverdienstkreuz trotz deutlicher Israel-Kritik verliehen wurde oder Peter Scholl-Latour, der unter anderem ein Buch mit dem Titel &#8220;Lügen im Heiligen Land&#8221; geschrieben hat, moralisch falsch verhalten haben oder nicht — darüber vermag ich nicht zu urteilen. Doch sollten sich die Deutschen bewusst sein, dass Deutschland in einer besonderen Beziehung zu Israel steht, auch wenn man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen sollte, dass die deutsche Vergangenheit mit dem Völkermord an den Juden nicht sofort eine Sympathie gegenüber Israel zur Folge haben muss, ebenso wie eine Kritik an politischen Einstellungen Israels nicht als genereller Antisemitismus angesehen werden darf.</p>
<p>Als Fazit möchte ich die Auffassung darlegen, dass Deutschland und die deutsche Bevölkerung an Israel gerade deswegen Kritik üben sollte, weil sie eine riesige Verantwortung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk haben. Dies soll nicht bedeuten, dass Deutschland dauerhaft Kritik an sämtlichen politischen Resolutionen der israelischen Regierung üben soll. Allerdings steht dieser Teil der Verantwortung sicherlich mehr der Bundesregierung zu.</p>
<p>Die Einzelperson sollte der Vergangenheit nicht aus dem Weg gehen, sondern versuchen zu zeigen, dass die Menschen in Deutschland heute anders sind, sich aber der Geschichte stellen und sich nicht vor ihr verstecken. Denn solange orthodoxe Juden in Jerusalem aufgrund einer Parkhausöffnung am Sabbat gegen Israelis demonstrieren, die an dem Tag der Ruhe mit dem Auto fahren und deshalb als &#8220;Nazis&#8221; beschimpft werden oder gesagt bekommen: &#8220;Fliegt zurück nach Deutschland!&#8221;, sind die Taten der Deutschen vor nicht einmal einem Jahrhundert noch lange nicht vergessen.</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
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		<series:name><![CDATA[Palästina]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Zurück nach einem Jahr Freiwilligendienst in Palästina</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/familiaeres/zurueck-nach-einem-jahr-freiwilligendienst-in-palaestina</link>
		<comments>http://www.utele.eu/blog/familiaeres/zurueck-nach-einem-jahr-freiwilligendienst-in-palaestina#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 20:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
				<category><![CDATA[familiäres]]></category>
		<category><![CDATA[flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[rüdi]]></category>
		<category><![CDATA[ute]]></category>

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		<description><![CDATA[Hab Freitagabend noch ne Mail bekommen auf meine Frage, wann Rüdi zurückkommt: Sonntag zum Mittagessen müsste klappen. Er fliegt nachts um eins ab Tel Aviv nach München. Ankunft etwa um fünf Uhr morgens. Von dort mit Eva, einer anderen Volotärin fährt er nach Ulm, und dann noch mit der Bummelbahn nach Konstanz. Bahnfahrt von München [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hab Freitagabend noch ne Mail bekommen auf meine Frage, wann Rüdi zurückkommt:<br />
Sonntag zum Mittagessen müsste klappen. Er fliegt nachts um eins ab Tel Aviv nach München. Ankunft etwa um fünf Uhr morgens.</p>
<p><a href="http://www.utele.eu/blog/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_425F20DA-C7D0-4A35-BD4E-25AEBF7E4FA9.jpeg"><img src="http://www.utele.eu/blog/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_425F20DA-C7D0-4A35-BD4E-25AEBF7E4FA9.jpeg" alt="" width="225" height="300" class="alignnone size-full wp-image-364" /></a></p>
<p>Von dort mit Eva, einer anderen Volotärin fährt er nach Ulm, und dann noch mit der Bummelbahn nach Konstanz.</p>
<p>Bahnfahrt von München bis Konstanz sind rund sechs Stunden, ziemlich egal ob mit oder ohne Ulm.</p>
<h3>Freitag</h3>
<p>Frühestens kommt er also gegen elf, realistisch wohl so um eins, spätestens dann so gegen drei Uhr, mit allen Verspätungen.</p>
<p>Damit waren es weniger als 40 Stunden ab der Nachricht bis zur Ankunft. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Samstag</h3>
<p>So mit Stunden zählen geht es schnell. Samstagabend ist auch der Flug HF6573 in München für 5:05 Ankunft gelistet.</p>
<p>Als ich ins Bett ging, war Rüdi sicher schon im Flughafen in Tel Aviv, dort muss man ja drei Stunden vor Abflug da sein.</p>
<p>Nur noch einmal schlafen!</p>
<p>Unterm Strich kam ich mit dem Jahr Palästina zwar noch besser als befürchtet zurecht, aber eben doch ständig unter Druck.</p>
<p>Schon in den letzten Tagen wurde es besser, noch mehr je näher die Ankunft kam.</p>
<p>Sorgen was noch alles schiefgehen könnte ließ ich so wie schwebende Wolken an mir vorbeiziehen&#8230;</p>
<h3>Sonntagmorgen</h3>
<p>Sonntagmorgen um halbneun ist der fünf-Uhr-Flug natürlich schon nicht mehr auf der Hauptseite des  <a href="http://www.munich-airport.de/de/consumer/fluginfo/ankunft/h0000_de_L.jsp">Münchner Flughafens</a>. Mit dem ichphone war es gar nicht so einfach an die Fluginfo zu kommen.<br />
Aber es klappte dann doch, alles ok, der Flieger ist auf die Minute genau gelandet.</p>
<p>Rüdi ist also wieder auf deutschem Boden.</p>
<p>Roland machte schon Witze, er bleibt für drei Tage und geht dann in Afghanistan studieren, oder so&#8230;</p>
<p>Ja, könnte natürlich sein. Ich habe in den letzten Wochen, nicht mehr viel per Mail gefragt, Rüdiger ist ein normaler junger Mann und liebt es nicht, ausgerechnet seiner Mama ausführlich zu schreiben.</p>
<p>Noch weiß ich also nicht, was er jetzt wirklich vorhat. Alle bisherigen Pläne waren mit wahrscheinlich, vielleicht, eventuell, mal sehen.</p>
<p>Aber selbst wenn wieder sowas wie Palästina ansteht, dann ist es halt so. Erst einmal freue ich mich wie ein Schneekönig, dass er bald kommt&#8230;</p>
<h3>Angekommen</h3>
<p>Er ist wirklich wieder da. <img src='http://www.utele.eu/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Hat alles soweit geklappt, nur seinen Laptop haben sie in Tel Aviv erst einmal einbehalten&#8230;</p>
<hr /><small> &copy; 2007 - 2011<br />  <br />Dieser Feed kommt von <a href="http://www.utele.eu/">www.utele.eu</a> viel Spa&#223; beim Lesen! &#220;ber Links zu Artikeln freuen wir uns, jedoch bitte bindet nicht einfach unsere Inhalte in eure Seite ein, danke.
Hinweis für Feedleser: Beiträge, die Quellcode enthalten sind auf der Webseite meist besser lesbar, als in einem Feed-Reader. Digitaler Key: 27c251b1fd656a9e0a610a24501cf643)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Freiwilligendienste weltweit ::: Palästina</title>
		<link>http://www.utele.eu/blog/familiaeres/freiwilligendienste-weltweit-palaestina</link>
		<comments>http://www.utele.eu/blog/familiaeres/freiwilligendienste-weltweit-palaestina#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 22:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
				<category><![CDATA[familiäres]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[rüdi]]></category>

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		<description><![CDATA[Talitha WG, Beit Jala, Palästina Im aktuellen Rundbrief von und über die Freiwilligen, die weltweit aktiv sind, gibts auch einen Teil der Volontäre einschließlich Rüdi. von Rüdi. Den Rundbrief gibt es leider nur als PDF auf der Seite der Weltweiten Initiative. Hier ein paar Auszüge aus Palästina, es gibt im Rundbrief weit mehr Berichte beispielsweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul class="albumlistre">
<li><img src="/images/blog/2009_II/talitha_wg_mit ruedi_und_co_wise_rundbrief_utele_eu.jpg" alt="Bild aus dem Rundbrief von WISE" width="450" height="338" />Talitha WG, Beit Jala, Palästina</li>
</ul>
<p>Im aktuellen Rundbrief von und über die Freiwilligen, die weltweit aktiv sind, gibts auch einen Teil der Volontäre einschließlich Rüdi. von Rüdi. Den Rundbrief gibt es leider nur als PDF auf der <a href="http://www.wortwechsel-weltweit.de/index.php?site=100">Seite der Weltweiten Initiative</a>. Hier ein paar Auszüge aus Palästina, es gibt im Rundbrief weit mehr Berichte beispielsweise aus Südamerika und Afrika:</p>
<blockquote class="clear"><p>Unsere WG liegt hoch über Bethlehem mit majestätischem Blick bis zu den Bergen Jordaniens, was zugegebenermaßen im kleinen Palästina nicht allzu schwer ist. Wir sechs haben die unglaubliche Ehre innerhalb unseres Projektes zu wohnen, Talitha Kumi.</p>
<p><strong>Wir, das sind</strong> Rüdiger Henß aus Konstanz, Eva Isselstein aus Ulm, Eva Stölzel aus Berlin, Henrike Kant aus Wernigerode, Richard Natho aus Cottbus und Anne Stüble aus Ravensburg.</p>
<p>Anne und Richard wohnen nicht auf dem Voloflur, sondern wurden ausquartiert. Der Voloflur war ehemals Gästehaus, nun erfreut er uns mit vier Zimmern, zwei Büros, in denen nie jemand ist und einer kleinen Küche, in der wir ab und zu kochen. Wenn wir darauf keine Lust haben, können wir aber auch einfach die Treppe hinuntergehen und schon bekommen wir umsonst palästinensische Spezialitäten aus dem Gästehaus serviert. Unsere Küche ist kunterbunt gestaltet, mit farbigen Wänden, künstlerischen Postern und einem Wandteppich. In einer Spontanaktion haben wir an einem freien Nachmittag der Küche zu ihrem jetzigen Glanz verholfen.</p>
<p>Über unserem Spülbecken steht ein kleiner Kalender, jede Seite liebevoll gestaltet, mit einem Namenszug in arabisch und deutsch. Die Person, deren Name gerade oben steht, ist nach eigenem Ermessen für den Abwasch und im Zusammenhang damit für den Müll und ein kurzes „Küche kehren” zuständig. Nach spätestens fünf Spülgängen sollte die Küche nass gewischt und aufgeräumt werden. Da jedes WG-Mitglied ein eigenes Zimmer inklusive Bad hat, erübrigt sich der Putzplan.</p>
<p>Allwöchentlich am Sonntagabend wird hastig und stark über das Abendessen diskutiert, denn Sonntag ist unser WG-Abend. Mit gemeinsamem Kochen, Beisammensitzen und der berühmten „Talking-Stick-Runde“ (Die Person, die einen ausgewählten Gegenstand in der Hand hält, bekommt Zeit, über gute und schlechte Dinge der letzten Woche ungestört zu reden.)</p></blockquote>
<p><em><a href="http://www.wortwechsel-weltweit.de/download.php?loc=ww_ausgabe14_juni2009.pdf">ww_ausgabe14_juni2009.pdf</a> Seite 88</em></p>
<p>Ebenfalls aus dem aktuellen Rundbrief  einen Artikel von Rüdiger. Stammleser wissen schon, dass es hier noch deutlich mehr zu <a title="...alles was mit Rüdi getaggt ist" href="http://www.utele.eu/blog/index.php?s=r%C3%BCdi">Rüdi</a> gibt, ebenso auf seiner Seite: <a href="http://www.henss.eu/">www.henss.eu</a></p>
<blockquote>
<ul>
<li>Rüdiger Henss</li>
<li>Alter: 19</li>
<li>Projekt: Begegnungs- und Schulzentrum Talitha Kumi</li>
<li>Ort: Beit Jala</li>
<li>Land: Palästina</li>
<li>Rüdiger Henss lebt in Beit Jala, Palästina und arbeitet in der Schule Talitha Kumi. Die Bereiche der Arbeit reichen von Unterricht in der Schule über Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung der Mädchen aus dem Mädcheninternat bis hin zu Gästebetreuung und Hilfe bei dem Patenschaftsprogramm mit Deutschland und England.</li>
</ul>
<p>„Die Zeit stand in Mitten eines Krieges. Es wurde eine Waffenruhe ausgerufen, aber dennoch hatte sich die Lage noch immer nicht völlig beruhigt. Ein unheimliches Gefühl, in einem Land zu sein, in dem<br />
ein Krieg herrscht. Ein unheimliches Gefühl, nicht weit weg zu sein und das Unheimlichste bei alledem: in seinem Zimmer zu sitzen und kaum etwas mitzubekommen.“</p>
<p>„Anfang Januar, nach einem weiteren Ausflug ans Tote Meer, machten wir noch einen kleinen Abstecher ans Wadi Qelt – eine wohl auch von Touristen sehr gut besuchte Aussichtsstelle. Denn kaum waren wir angekommen, kamen schon die ersten Beduinen auf uns zu und wollten Schmuck und Palästinensertücher verkaufen. Als wir jedoch nicht den Anschein machten, etwas kaufen zu wollen, gaben die Beduinen schnell wieder auf. Einer jedoch folgte uns zum Aussichtspunkt und erklärte uns einige Stellen und wo sein Dorf sei. Da er sehr freundlich war, ich aber leider sein Palästinensertuch wirklich nicht kaufen wollte, wollte ich ihm ein paar Schekel einfach so geben. Doch dies lehnte der Beduine sofort ab. Möglicherweise habe ich ihn somit in seiner Ehre verletzt, denn die Beduinen nehmen wohl nur Geld an, wenn sie auch wirklich etwas verkaufen. Ich entschuldigte mich dann auch mehrmals in der Hoffnung, dass der Beduine mir meine Tat verzeiht. Denn ich wollte ihn natürlich ganz und gar nicht verletzen.“</p></blockquote>
<p><a href="http://www.wortwechsel-weltweit.de/download.php?loc=ww_ausgabe14_juni2009.pdf">ww_ausgabe14_juni2009.pdf</a> Seite 47</p>
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