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Der Zwerg ist erwachsen geworden ::: neunzehn Jahre sind ‘ne lange Zeit…

24. Juli 2008 Ute

  • Rüdiger ein Jahr alt vollgeschmiert mit EisZwerg ein Jahr alt
  • kein Zwerg mehr, 18 Jahre später beim Abiballkein Zwerg mehr mit Ute 2008 beim Abiball

Kaum zu glauben manchmal, aber so im direkten Vergleich stimmt es dann schon. Damals vor achtzehn Jahren war er ein Jahr alt, mein Zwerg, Klein-Rüdi eben noch. Einerseits geht es schon Schritt für Schritt, manchmal so fließend, dass es mir kaum auffiel, dass er älter, reifer und größer wurde. Ab und zu aber auch rasend schnell, als wäre zwischen manchen Jahren kaum etwas passiert. Klar, das stimmt so nicht, es passierte immer was, es gab immer Veränderungen, Wachstum, Spannendes, Neues, Anderes…

Und ja, es gab auch immer so ein bisschen was wie Abschiednehmen von einem Stück, dass so nie wieder sein würde:

  • das Säuglingsalter
  • erste selbstständige Schritte auch ohne Hilfe
  • allein essen können
  • allein in den Kindergarten gehen
  • allein zur Schule
  • erste Übernachtungen nicht nur bei Freunden auch mal weiter weg
  • das erste Mal in den USA
  • öfter mal abends immer länger wegbleiben
  • bei der Freundin übernachten
  • inzwischen ist das Abi vorbei, ein Jahr Palästina steht an

Es gab aus meiner Sicht keine Zeit, die ich zurückhaben möchte, aber auch keine die unter “schreckliches Alter” fiel.  Jedes Alter, jede Entwicklungsstufe hatte Momente, auf die ich gern verzichtet hätte, aber ebenso hatte jeder Zeitraum auch tolle Stunden, Tage, Wochen…

Klar, am ersten Tag beginnt im Grunde das Abnabeln nicht nur physisch, sondern auch schon im Innern. Mal fällt es mehr auf, mal weniger, manchmal fiel es mir leichter, ab und zu schon ziemlich schwer, dann auch loszulassen, wenn er wieder ein Stück weiter weg wollte. Aber alles in allem ist es gut gelaufen bis hierhin. Es hat Spaß gemacht, ich würde es in ähnlicher Form nicht sehr viel anders machen, als es war, also war es gut. Ab und zu wäre ein bisschen mehr Nähe heutzutage schon nett, aber für einen Neunzehnjährigen, der grad ein Jahr in Palästina plant, der sein Abi problemlos gemacht hat, der ständig vieles anderes drumrum getan hat, dafür ist er prima.

Nö, ein Zwerg ist er schon lange nicht mehr, aber er ist heute noch genauso wichtig, wie am ersten Tag, damals vor neunzehn Jahren.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 24. Juli 2008 um 03:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter utele & frido, mit dem Kurzlink
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