Nach 365 Tagen </Baustelle>

Wir hatten ja mehrfach geplant, verworfen, gehofft, verschoben…

Mehr als einmal, hätten wir das Projekt gern auf Eis gelegt. Aber im Gegensatz zu Informatikbaustellen ging das eben nicht.

Immer mal wieder waren wir versucht doch Abstriche zu machen, nur um fertig zu werden.

  • der letzte Rest Gips: Baustellenende
  • Rolands letztes Vorkleistern: Baustellenende
  • die letzten Tapetenbahnen: Baustellenende
  • Utes letztes Streichen Baustellenende

Meist ging es einfach nicht, die Wände waren nun mal weg, der Durchbruch ins andere Stockwerk war da, die alte Elektrik war weg, das ehemalige Bad war nur ein Schutthaufen…

Manchmal ging es dann eben doch um „richtig oder gar nicht“. Dieser These fiel das alte Bad zum Opfer. ;)

Aus den früheren sehr beengten 75 m² die nicht grad optimal gerichtet waren, wurden 150 m². Unser Ziel war die genauso zu basteln, wie wir sie wollten.

Überwiegend zu zweit haben wir alles selbst gemacht, abgesehen von den Sanitär- und Heizungsänderungen. Ab und zu half schon mal jemand, z.B. bei den Durchbrüchen, das allermeiste haben wir jedoch tatsächlich nebenher gemacht.

Unsere letzte Deadline, die vor allem mir wichtig war, war unter einem Jahr Baustelle zu bleiben. Begonnen haben wir mit Ausräumen der Zimmer, die von den Durchbrüchen betroffen waren, es blieb zunächst das Bad und Rolands Zimmer.

Als wir das Bad auch noch rausrissen, so mit Fliesen weg und so, war lange Zeit Rolands Zimmer der einzig bewohnbare Raum.

Es gab am Ende keinen Raum, in dem nicht irgendwann mal Leitungen frei lagen, indem es keinen Bauschutt gab.

Nach Durchbrüchen und unzähligen Metern unter Putz zu verlegender Kabel, begann irgendwann der Wiederaufbau. Viele Säcke Zement, Mörtel und Gips später, hatten wir dann einen bewohnten Rohbau.

So viel Putzwasser, haben wir beide Zeit unseres Lebens nicht gebraucht, wie in diesen 365 Tagen.

Ein Jahr nahezu ohne Freizeit, Pausen und normalen Alltag. Unzählige Pannen verzögerten das Ganze zusätzlich.

Vor rund sechs Wochen reichte es mir endgültig. Ich plante vier Wochen Betriebsferien ein, die gestern endeten. Roland nahm zwei Wochen Urlaub nochmal nur für die Baustelle.

Mein Zieltermin waren 364 Tage sind genug. Da auch bei dieser Planung nochmal einiges schief ging, ließen sich die 364 Tage beim besten Willen – und obwohl ich einige zusätzliche Nachtschichten machte – nicht halten.

Aber eine Verzögerung von einem Tag ist akzeptabel. ;)

Wir hatten in den letzten Tagen:

  • Ende fliesen und verfugen
  • Ende gipsen
  • Ende tapezieren

heute:

  • Ende Wände streichen
  • Ende sägen
  • Ende Boden legen

und ganz wichtig:

  • Ende Baustelle
  • <Baustelle> 365 Tage </Baustelle>

Sind wir jetzt fertig?

Nein, jetzt kommt noch der eigentliche Einzug, so wie nach einem Umzug. ;)

Meine Farbtöpfe bleiben noch für Möbel, Fußleisten und Ausbesserungen, aber insgesamt haben wir nach einem Jahr sowas wie eine bewohnbare Wohnung.  :)

Veröffentlicht von Ute

utele bloggt - das ist die halbe Wahrheit, ich, Ute schreibe. Das Elefantenmädchen im Logo heißt utele. Dieses Blog gibt es seit 2007, was ich sonst so mache findet ihr jeweils auf: https://ute-hauth.de/

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4 Kommentare

  1. Danke, so allmählich gehts in Richtung einrichten, noch ein paar Möbel anpassen, reparieren und überarbeiten, aber nebenbei schon einräumen und einrichten. :)

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