Ausnahmsweise stehen die Kommentare in diesem Beitrag auf moderiert. Nein, nicht weil ich Angst habe, dass es komische Kommentare geben könnte, sondern weil ich möchte, dass alle mal unbeeinflusst überlegen können.Ich hätte gern ein paar Tipps von verschiedenen Menschen, bevor ich das Rätsel auflöse und das geht besser, wenn die Kommentare nicht sofort für alle veröffentlicht werden.

Ich habe das Rätsel schon einige Male ausprobiert und zuletzt bei einem Piratenstammtisch gemacht. Dort dann mittels Zetteln, auf denen der Rätseltext stand, so dass alle erstmal aufschrieben, was sie denken, bevor ich auflöste. Noch jedes Mal fand ich das Ergebnis – bei denjenigen, die das Rätsel nicht schon kannten – spannend.

Ich hoffe mal, dass auch hier  ein paar Kommentare zusammenkommen…

Rätselfrage

Vor einiger Zeit waren ein Vater und sein Sohn an einem Samstag beim Spiel des SC Freiburg. Nachts fuhren sie von dort aus zurück nach Konstanz. Auf der B33 zwischen Radolfzell und Allensbach überholte in umgekehrter Richtung ein Fahrzeug und es kam zu einem Frontalzusammenstoss. (Für Leser, die die Gegend nicht kennen, die B33 ist eine einspurige Landstraße und die einzige echte Zufahrt nach Konstanz von der Autobahn aus. Über rund zehn Kilometer geht es  meist mit höchstens 80 km/h vorwärts. Es gibt nahezu nie die Chance sicher zu überholen.)

Der umgehend eingetroffene Notarzt konnte bei dem Vater nur noch den Tod feststellen, zügig fuhr der Krankenwagen mit dem lebensgefährlich verletzten Sohn ins Krankenhaus in Konstanz. Schon vom Unfallort aus wurde der diensthabende Chirurg verständigt und es wurden bereits die Vorbereitungen zur OP getroffen.

Im Krankenhaus angekommen sah der Chirurg den schwer verletzten Jungen, wurde blass und sagte: „Ich kann nicht operieren das ist mein Sohn„.

Wer ist der Chirurg?

Auflösung in den nächsten Tagen, je nachdem wieviele Kommentare eingehen früher oder später. Ich wünsch mir wenigstens zehn verschiedene Kommentatoren…

Veröffentlicht von Ute

utele bloggt - das ist die halbe Wahrheit, ich, Ute schreibe. Das Elefantenmädchen im Logo heißt utele. Dieses Blog gibt es seit 2007, was ich sonst so mache findet ihr jeweils auf: https://ute-hauth.de/

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32 Kommentare

  1. Naja, der Chirurg ist der Vater des verletzten Sohnes, der von Allensbach Richtung Radolfzell fuhr und überholte.
    Gestorben ist der Vater des aus Freiburg kommenden Autos.

    Oder der Chirurg ist der leibliche Vater des aus FR kommenden Sohnes, der mit seinem Stiefvater unterwegs war.

  2. Einer ist der leibliche Vater (Erzeuger), der andere der soziale Vater. Nach deiner Schilderung müsste der Chirurg der leibliche Vater sein.
    Oder ist doch alles ganz anders???

  3. Der Lebensgefährte des anderen Vaters, wenn man „der Chirurg“ streng nimmt.

    Oder die Mutter (wenn’s schon auf der AG Frauen-Liste ist…) aber das funktioniert im Englischen besser :)

  4. Mal eine kurze Zwischenmeldung:

    Einige Kommentare sind schon eingegangen, es waren mehr richtige Antworten, als in den Fällen in denen ich die Rätselfrage im direkten Kontakt gestellt habe.

    Ich nehme an vorm Kommentieren überlegen einige doch länger und Antworten wie „keine Ahnung, keine Idee“ kommen gar nicht erst.

    Die Auflösung gibt’s am Freitag, wer bis dahin noch einen Tipp abgeben mag: nur zu!

  5. Der verstorbene „Vater“ war wohl der Adoptivvater des Jungen; der Chirurg der leibliche.

    Tipp ich mal! :)

  6. Nun, um mal nicht ganz abstrakt zu werden, nehme ich an, dass es sich bei dem Chirurg um eine Chirurgin handelt – die Mutter des Verletzten ;-)
    Das man aber auch immer erst an die komplizierteren Sachen (Stiefvater…Postbote…) denkt :D

  7. Hallo Ute!

    Diese Rätsel ist sowas von veraltet, daß sogar ich es bereits kenne!

    Wenn Du damit auf die un-eindeutige Bezeichung „Chirurg“ eingehen wolltest…. bitte!

    Ich kann den Sinn & Zweck dieser „übung“ ansonsten nicht verstehen!

    Gruß Fidel

  8. Dankeschön, allen die kommentiert haben, die Auflösung gibt’s hier:
    http://www.utele.eu/blog/nachdenkliches/raetselaufloesung-und-hintergrund-pirat-oder-piratin-kreisverband-konstanz

    Es waren noch ein paar spannende andere Ideen, die ich noch nicht gehört hatte. Jedoch insgesamt eine höhere Anzahl an korrekten Antworten, als ich das aus dem persönlichen Kontakt kenne.

    @Cathrine Ja, ich zensiere schon immer, hier im Blog waren es inzwischen 23.578 Kommentare, die ich als Spam gewertet und gelöscht habe.

    Ansonsten zensiere ich zuweilen Links zu kommerziellen Seiten und dieses Mal habe ich den Zeitpunkt der Veröffentlichung verzögert…

    ;)

  9. Basiert das Rätsel auf Deinen eigenen Formulierungen oder hat die örtliche Presse tatsächlich so berichtet?

    Ich glaube nicht, dass ich irgendjemanden kenne, derauf die Idee käme, „der Chirurg“ zu sagen, wenn es sich um eine Chirurgin handelt.

  10. heinzkamke: Basiert das Rätsel auf Deinen eigenen Formulierungen oder hat die örtliche Presse tatsächlich so berichtet?

    Das Rätsel kenne ich ursprünglich (viele Jahre her) von einer Berlinerin. Mir geht bei dem Rätsel darum über geschlechtsspezifische Bezeichnungen zu diskutieren oder zum Nachdenken anzuregen.

    Wenn es ein bisschen angepasst ist, dann klappt das besser.

    Deshalb nein, es gab keinen solchen Bericht und auch nicht genau diesen Vorfall.

    heinzkamke: Ich glaube nicht, dass ich irgendjemanden kenne, derauf die Idee käme, “der Chirurg” zu sagen, wenn es sich um eine Chirurgin handelt.

    Da habe ich andere Erfahrungen:

    • Ganz normal ist es nach wie vor bei vielen hier in der Gegend, die Dialekt sprechen, da sagt man:
      das ist der Ute sein Blog, der Ute sein Auto…
    • Es gibt jedoch durchaus auch einige, die auch ohne Dialekt zu sprechen, ganz selbstverständlich sagen:
      die Ute ist Informatiker, die Adelgunde ist Friseur, die Isolde ist Verkäufer
    • Gerade in der etwas jüngeren Generation, also bei Frauen, die noch unter dreißig sind, fällt mir auf, dass sie von sich in männlicher Form sprechen:
      ich bin Student, ich bin Biologe, ich bin Lehrer
    • Tja, und zu dem Thema, weshalb ich dieses Rätsel grad jetzt angefangen habe, es gibt Frauen und Männer, die es nicht merkwürdig finden, von Frauen in folgender Form zu sprechen:
      ich bin Pirat, sie ist Pirat, Liese ist Pirat

    Mich schüttelt es bei all diesen Formen, ich bin ganz sicher keine Verfechterin von sprachlich nicht mehr lesbaren Formen, wie PiratInnen ( Blogwichtel zum Binnen-I hier im Blog ;) ), ich bin auch genervt über permanent doppelte Formen: die Wählerinnen und Wähler

    Aber es gibt Grenzen, ich akzeptiere weder Manntage (statt Personentagen) und ich spreche von mir in weiblicher Form.

    Daher im Gegensatz zu dir, ich kenne einige Menschen, die sehr wohl „der Chirurg“ sagen, auch wenn es wie im Rätsel um eine Frau geht.

  11. Oh und ob bei mir daheim von *der Chirurg* die Rede ist,wenn eine Frau gemeint ist.

    Ich habe es mal ausprobiert: ich machte eine Inhouse-Schulung. Der Personalist sagte mir, die Leute dort mögen diese doppelte Anrede nicht, das nervt – dies sagte er mir als ich fragte was ich den vermeiden solle, weils Kultur ist.

    Nun ich bin da nicht so, ich begrüßte die Anwesenden –22 Männer –außer mir und der Sekretärin keine Frau- lockerst mit :Herzlich Willkommen liebe Teilnehmerinnen ==>
    die fühlten sich 0 mitgemeint. :-) ;)

    aber es gab eine sehr gute Diskussion und vor allem sie durchbrach nachhaltig das Verständnis von *mitgemeint*

    lg

  12. Monika: aber es gab eine sehr gute Diskussion und vor allem sie durchbrach nachhaltig das Verständnis von *mitgemeint*

    Ja, zuweilen klappt es ganz gut – anhand solcher Beispiele – klarzumachen, warum es kein selbstverständliches *mitgemeint* geben kann.

    Leider gibt es jedoch auch die Fälle, bei denen auch solche Ansätze eher verpuffen.

    Aktuell habe ich den Eindruck, dass es grad wieder rückwärts geht. Manches was schon mal durchgesetzt schien, ist plötzlich wieder zu diskutieren, mit Argumenten wie:

    „Durch das explizite Erwähnen weiblicher Formen werde ja erst ein Unterschied gemacht. Es sei besser geschlechtsneutral den männlichen Plural zu nutzen, dann seien ja auch Frauen enthalten…“

    Für mich hat Sprache etwas damit zu tun, wie die Menschen denken und in vielen Fällen denken nur sehr wenige auch an Frauen, wenn die angeblich geschlechtsneutrale männliche Pluralform genutzt wird.

  13. korrekt,es geht in vielen Bereichen rückwärts, vor allem wenn es sich um nicht klassische FrauenbildBerufen etc handelt.

    Die Sekretärin ist weniger Problem als die Datenbankerin oder die WebDesignerin. ;)

  14. Monika: korrekt,es geht in vielen Bereichen rückwärts,

    Das erschreckt mich grad ziemlich.

    Monika: Die Sekretärin ist weniger Problem als die Datenbankerin oder die WebDesignerin. ;)

    Ich habe ein Projekt, in dem ich die technische Betreuung mache und ein Mann die inhaltliche. Auch wenn wir das von Anfang klarstellen, so werden doch von anderen immer wieder die technischen Fragen an ihn und die inhaltlichen an mich gestellt.

  15. Alltag bei uns daheim (uns=die Firma);)
    kann ich bitte Herrn U.U sprechen?
    gern, was möchten sie denn bitte von ihm?

    ich brauch eine Website…
    dann sind sie bei mir richtig..
    aber wieso,sie sind doch eine Frau

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++

    manchmal wenns ganz arg wird, lehn ich solche Kunden einfach ab

  16. Monika: aber wieso,sie sind doch eine Frau

    Ja, passt dazu, wie oft ich angeschrieben als

    „Sehr geehrter Herr H.“

    Dabei gibt es weder im Web noch in Mails irgendeine Stelle, an der nicht „Ute“ steht, bei offiziellerem Kontakt, steht Informatikerin dabei, aber es hilft bei vielen trotzdem nicht.

    Bewerber haben bei solchen Fehlern direkt Pech gehabt. Potenzielle Verkäufer von was-auch-immer ebenfalls.

    Monika: manchmal wenns ganz arg wird, lehn ich solche Kunden einfach ab

    Bei etwaigen Kunden geht’s mir wie dir, „kommt drauf an“. Wenn ich den Eindruck eines Versehens habe, weil technische Berufe halt von Männern ausgeübt werden, dann ok. Bekomme ich jedoch den Eindruck, dass jemand damit meine Kompetenz anzweifelt, dann lehne ich auch ab.

    Ich kann nicht arbeiten, wenn ich nicht ernst genommen werde.

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