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80 Tage nur regionale Produkte – ein Experiment des SWR

13. Juni 2013 Ute

Erdbeere selbstgezüchtet auf dem Balkon - die erste dieses JahrWer mich kennt weiß, vernünftig und regelmäßig ernähren, das ist wirklich so gar nicht meins. Ich kann weder regelmäßig noch vernünftig. 😉

Trotzdem achten ich/ wir beim Einkauf schon immer auf das ein oder andere. Eier wenigstens von Freilandhühnern, nicht aus dem hässlichen Käfig. Obst und Gemüse im Supermarkt muss nicht auch noch aus Südamerika sein. Gurken im Juni müssen nicht aus Spanien kommen… Lieber einen kleinen lokalen Laden unterstützen als eine große Kette…

Zufällig stolperte ich letzte Woche über die Sendung Kommissar im Kühlschrank, in fünf Teilen geht es um ein Experiment zu regionalen Produkten, siehe auch Mediathek vor allem für Leser, die nicht im Sendegebiet des SWR leben.

Kommissar im Kühlschrank

Als Tatort-Kommissar Marion Kopper kennen ihn sicher manche, Andreas Hoppe hat sich selbst wohl mal ein Jahr ausschließlich von regionalen Produkten ernährt. Das Experiment geht in dieser Sendereihe um drei Familien aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Diese sollen sich 80 Tage lang ausschließlich von Produkten aus dem Umkreis von 50 Kilometern ernähren, sonst gibt es Strafpunkte.

Regionale Produkte

Zunächst beim ersten Überlegen dachte ich, naja, wird nicht alles klappen, aber zumindest hier in Konstanz, wäre es wohl nicht so schwer. Selbst wenn ich mehr möchte, als die eine selbstgezüchtete Balkonerdbeere die heute reif war, die erste ihrer Art… 😉

Doch dann das erste Problem: Kaffee! Ich liebe Kaffee, ich ernähre mich quasi von Milchkaffee, aber Kaffee geht schon mal gar nicht. Schwarztee übrigens auch nicht, das alles wird bei uns nicht angebaut.

Es begann also direkt mich zu interessieren, was weiß ich denn genau und was kommt woher, was fällt alles einfach flach?

Für Salz gibt es die Sonderregel, dass die Familien es nutzen dürfen. Pfeffer dagegen gibt es schon nicht. Essig und Öl um den heimischen Salat zuzubereiten ist im 50-Kilometer-Radius zumindest eine Herausforderung.

Die Einen fanden einen heimischen Bäcker mit eigener Mühle und Mehl aus der Region, schon wollten sie beim Brot beherzt zugreifen – doch der Sauerteig, der wird angeliefert, im nächsten Brot waren Kürbiskerne verarbeitet, die könnte es regional geben, tatsächlich stammen sie überwiegend aus China.

Ein anderer Einkaufsversuch, speziell beworben mit regionalen Produkten, bot zwar regionalere Produkte, sprich deutsche Herkunft, manchmal auch Rheinland-Pfalz aber die 50-Kilometer Umkreis klappten trotzdem nicht.

Manches Geschäft mit regionalen Produkten, war, für das zu Öffnungszeiten arbeitende Ehepaar, zwar erreichbar, aber dann halt geschlossen.

Regionsabhängig

Ich wage zu behaupten, dass es hier in Konstanz vergleichsweise einfach wäre, sich regional zu ernähren. Wir haben die Gemüseinsel Reichenau vor der Tür, Obst vom Bodensee, Milchprodukte vom See, einen Metzger vor Ort, selbst Zucker wäre aus der grenznahen Schweiz mit einer Zuckerfabrik im 50-Kilometer-Umkreis wohl möglich. Aber das gilt wohl bei weitem nicht überall, wie die drei Testfamilien zeigen.

Ich werde mir die noch kommenden drei Folgen jedenfalls ansehen und ein bisschen drüber lernen, was eher schwierig und was recht leicht umsetzbar wäre.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 13. Juni 2013 um 21:31 Uhr veröffentlicht und wurde unter einfach so, mit dem Kurzlink
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