« | »

CSD am See – worum geht es da?

28. Juni 2015 Ute

mit Kleid und Handtasche Motorradfahren beim CSD am SeeImmer mal wieder schrieb ich auch hier schon vom CSD. ( siehe die Beiträge zum Thema CSD). Für manche ist es eine selbstverständliche Veranstaltung, die bis heute notwendig ist, um eines Tages dieselben Rechte für alle zu haben. Für andere ist es eine überflüssige Karnevalveranstaltung, die auch viel zu extrem zeigt, dass nicht alle in die Norm der gesellschaftlich anerkannten Ehe und Familie passen.

Häufig war ich insbesondere beim CSD hier in Konstanz dabei und immer mal wieder gab es Fragen, wieso ich da mitmache. Zu sexueller Vielfalt, Motivation für den CSD und mehr, habe ich mich ja auch schon ausführlich geäußert.

Nicht selten wurde ich sogar gefragt, was dieser CSD denn ist. Oft habe ich erlebt, dass für mich bis dahin aufgeschlossene und intelligente Menschen meinten, dass das eine überflüssige Veranstaltung schräger Typen sei. Wenn es gar darum ging bei der Demo selbst öffentlich teilzunehmen oder wenigstens am Rand zu stehen, war bei sehr vielen Schluss.

“Was sollen die Leute denken?” “Ich bin doch nicht schwul / lesbisch!” “Die können doch sowieso jetzt heiraten, es ist ja nicht mehr verboten.”

Regenbogen überall

Moppedmädels führen den CSD 2005 in Konstanz an, hinten drauf steht jeweils ein junger Mann, Foto aus dem Südkurier über den CSD 2005Meine Facebook-Timeline ist sicher nicht repräsentativ, ebenso wenig wie meine Erfahrung in direkten Gesprächen über den CSD. Aber ich habe durchaus Kontakt zu sehr verschienenen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen. In meiner Timeline, nutzte nach der Entscheidung über die Ehe für alle in den USA, die Mehrheit ein Facebooktool, welches das eigene Profilbild mit einem transparenten Regenbogen überzieht.

Es ist gerade angesagt, es ist schnell und einfach, da zeigt man Solidarität, ist tolerant und überhaupt. Zumindest kommt es mir gerade so vor.

Es gibt eine ganze Reihe Menschen in meiner Timeline, die ich unter anderem von der Teilnahme am CSD kenne. Wer den Regenbogen jetzt nutzt und sich sonst ebenfalls für dieses Thema einsetzt, prima.

In meiner Facebook-Timeline sind jedoch Menschen dabei, mit denen ich bereits Gespräche geführt habe, die zeigten, sie wussten entweder gar nicht was ein CSD ist oder halten ihn für überflüssig. Doch auch von diesen Menschen hatte ich jetzt einige, die ihr Profilbild mit dem Regenbogen ergänzten.

Ja, die tolle Variante wäre, sie haben es endlich kapiert und sind jetzt bereit sich für die Themen rundum den CSD einzusetzen. Aber um das zu glauben, bin ich zu sehr Realistin. Wäre es so, müsste alle CSD die, dieses Jahr noch stattfinden ja wesentlich mehr Teilnehmer und Besucher haben, als jemals zuvor.

Ich kann dieses Jahr ausnahmsweise am CSD am See nicht teilnehmen und mit den anderen Moppedmädels auf dem Motorrad die Demo anführen, aber eine Person fällt sicher nicht auf. Ich würde mich riesig freuen , wenn es nach eher wenigen Teilnehmenden in 2013, in diesem Jahr unglaublich viel mehr Menschen wären.

Mal sehen wie solidarisch all diejenigen mit Regenbogenprofilbildern tatsächlich sind…
CSD Stuttgart 2012 Piraten Rolf Pessel

CSD am See am 11. Juli 2015

Der CSD am See, die Demo am Samstag, den 11.7.2015, wie immer grenzüberschreitend von Kreuzlingen, Schweiz nach Konstanz, Deutschland. Davor gibt es eine Kulturwoche mit diversen Veranstaltungen. Es gibt die verschiedensten Angebote, die Demo ist also nicht die einzige Variante.

« | »

Kurzlink:

Wir erstellen Webseiten, Blogs, Webapplikationen und mehr...

Dir gefiel der Artikel? Dann abonniere doch den RSS Feed

Der Beitrag wurde am Sonntag, den 28. Juni 2015 um 23:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter nachdenkliches, mit dem Kurzlink
http://www.utele.eu/blog/?p=8712 abgelegt.

Du kannst die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Ähnliche Beiträge
...deine Chance den ersten Kommentar zu schreiben... ;-)

Schreibe mir




Kommentare abonnieren, ohne selbst zu kommentieren:


« | »

zum Seitenanfang