Landschaft Schweiz aus Fahrzeug zentral der Rückspiegel in dem sich ein Schild spiegeltAus der Zeit gefallen, Mainstream, über 4 Oktaven, Rocky Horror Picture Show, Marvin Lee Aday. Wer?
Meat Loaf, wohl nur wenige kennen diesen seinen echten Namen. Wie heute bekannt wurde starb er gestern im Alter von 74 Jahren. In der Zeit gibt es einen schönen Nachruf über den Höllentenor.

Musik ist Geschmackssache und was genau jemand anspricht ist kaum zu erklären. Für mich war und ist ein Titel meine Nummer 1. Wenn er singt: „(…) I heard my father cursing everyone he knows…“ kann ich die Flüche hören.

Für mich klingt seine Stimme wie ein Flehen, bei

„(…)And though the nightmares should be over
Some of the terrors are still intact(…)“

Ich bin kein Videomensch, ich mag Videos meist nicht, ich kenne daher auch nur wenige Musikvideos. Als ich von seinem Tod las, suchte ich, ob es zu „Objects in the rear view mirror may appear closer than they are“ ein Video gibt. Für mich passt das Video von 1993 perfekt.

Das Lied ist vom zweiten sehr erfolgreichen Album Bat out of Hell II: Back into Hell. Jim Steinman schrieb es in Anlehnung an Meat Loafs Kindheit. Ich mag diese siebeneinhalb-Minuten-Version. Der Song ist lang, je nach Version zwischen gut fünf und zehn Minuten. Damit ist genug Zeit für diese Wanderung durch die Zeit.

Heute las ich erstmals den
Text, von Objects in the Rear View Mirror My Appear Closer Than They Are
und ich wollte wissen, wie er wohl übersetzt wurde und fand eine deutsche Version Meat Loaf: „Objects in the rear view mirror may appear closer than they are“ – Songtext deutsche Übersetzung.

Das ein oder andere Detail ist damit noch klarer, am Grundgefühl hat sich nichts geändert. Für mich läuft er in dem Lied mal eben durch Kindheit und Jugend. Bei mir kommt sehr tief im Bauch an, wie es immer nur Sommer war in den schönen Zeiten. Genauso kann ich die vielen sehr schrecklichen Erinnerungen in endlosen Wintern nachfühlen. Manches verlor sich wohl niemals ganz, denn mancher Schrecken ist noch immer da (Some of the terrors are still intact).

Und am Ende ist es „But it was long ago and it was far away“, es geht um alte Geschichten, um Erinnerungen die sehr lange her sind und die im Heute nur noch manchmal ihren Platz beanspruchen. Ich mag dieses Ende, welches dem Schrecken nicht zu viel Raum lässt.

Veröffentlicht von Ute

utele bloggt - das ist die halbe Wahrheit, ich, Ute schreibe. Das Elefantenmädchen im Logo heißt utele. Dieses Blog gibt es seit 2007, was ich sonst so mache findet ihr jeweils auf: https://ute-hauth.de/

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